Horses & Dreams …

Foto: Stefan Lafrenz

Foto: Stefan Lafrenz

Besser hätten man dieses wunderbare Turnier nicht benennen können. Seit unsere Kinder reiten, ist das eindeutig unser Lieblingsturnier! Ein Turnier vom Reiter für Reiter gemacht. Die genau wissen, dass es für die Pferde an nichts fehlen darf. Tolle Stallungen, viele Waschplätze, super Trainingsbedingungen, schöne Wiese zum Grasen und nicht zu vergessen die liebevolle Snackbar für die Pferde, die täglich frisch gefüllt wurde mit Äpfeln, Karotten und Bananen.

Dreams

Fast jedes Jahr ist Hagen für unsere Pferde das erste Freiland Turnier. Das ist immer wieder die schönste Fahrt. Wir träumen auf der Fahrt, wie werden unsere Pferde sich schlagen …
Das Training war vielversprechend gewesen. Unser Lieblings-Feinkostladen, Lautenschläger, hatte uns tollen Proviant gepackt. Für jeden immer etwas Leckeres dabei. Da träumen wir nur noch von schönem Wetter und unseren tollen Pferden.
Flanell würde das erste Mal 4* und dann noch die Kür unter Flutlicht-Bedingungen. Alles Neuland für Flanell und Semmie.
Dann Fendi, mit seinen erst 8 Jahren noch sehr unerfahren, aber mit unglaublichem Einsatz dabei. Es sollte seine erste Prüfung mit Piaffe und Passage werden. Die Einlaufprüfung für die Louisdor-Quali war fest geplant, danach weiterschauen …

Freitag

Nachdem wir am Donnerstag mit Flanell den Vet Check und mit beiden Pferden ein tolles Training morgens früh auf dem Hauptplatz hatten, freuten wir uns darauf, nach so langer Zeit wieder unter normalen Bedingungen mit tollem Publikum an den Start zu gehen.
Fendi machte den Auftakt. Wahnsinn, schon beim Abreiten hat er mit seinen erst 8 Jahren (man muss es immer wieder betonen) alles richtig gemacht. Und so absolvierte er das dann “einfach” in der Prüfung weiter. Mit 77.079% übertraf er nicht nur unsere Erwartungen.
Fendi hat Sönke ein wahres Geschenk gemacht. Natürlich haben wir zu Hause die Entwicklung verfolgt, aber ob man es dann auch in der Prüfung so abfragen kann, ist wieder etwas ganz anderes.
Durch den Brand hat Sönke leider zwei tolle Nachwuchspferde verloren. Luna geht es zwar den Umständen entsprechend gut, aber Sönke hatte große Hoffnungen in sie gesetzt. Mit Zum Glück war ihm ein sehr beeindruckendes, talentiertes junges Pferd geblieben. Aber er musste ganz von vorne anfangen. Am 20.5.2019 kam Fendi zu ihm … nur ein paar Wochen später nannte er Fendi in Wiesbaden. Von da an wusste Sönke, was für ein abgeklärtes Pferd er ist. So traf er die Entscheidung, Fendi behutsam einzusetzen und sich voll der Ausbildung zu widmen.

Flanell

Vier Sterne.
Der Grand Prix hatte viele tolle Höhepunkte, leider war der Wurm bei den Einerwechseln drin. Die zählen doppelt, und das kostet dann richtig Punkte. Ansonsten schon wieder viel besser als noch in Le Mans. Mit einem schönen fünften Platz und 73,152 % sind wir super zufrieden und ist noch Luft nach oben.

Flutlicht-Kür

Da Flanell am Freitag schon mehr als genug gemacht hatte, haben wir bewusst verzichtet auf das Vertrautmachen im Springstadion, wo die Kür stattfinden würde.
So ein tolles Pferd! Sie machte ihren Job um 22:30, als ob das alles total selbstverständlich wäre. Um 23:10 tanzte sie dann ins Stadion ein.
Super toll geritten, leider waren die Einer nicht gelungen, und dann kamen beide auch auf ihrer Jokerlinie durcheinander
Mit ein 7. Platz und 77,445% waren wir mehr als zufrieden. Es gab eine 9 für den versammelten Schritt, für ihre Passage und für die Linkspirouette! Top!!!

Finale

Am Samstag wurde Fendi nur locker geritten und einmal die Pi und Pa Linien gezeigt. Diese eigentliche Qualifikationsprüfung ist schon deutlich schwieriger als die Einlaufprüfung.
Sönke ließ sich viel Zeit beim Abreiten, immer wieder parierte er durch zum Schritt, um Fendi nicht unnötig den Kraft zu nehmen, die er später im Viereck brauchen würde. Für Fendi ist es natürlich ein Vorteil, Sönke mit seinem Wissen und Können als Reiter zu haben. So musste nicht alles beim Abreiten abgefragt werden.
Auf dem Weg zum Viereck trabte Sönke an, und Fendi wusste Bescheid.
Wow, auch wenn ein Fehler in den 2er Wechseln sich einschlich (weil Fendi gerade äppeln musste), war es eine Spitzenleistung.
Und so sind wir mit einem weiteren „Weltklassepferd“ – danke, Dr. Dieter Plewa – nach Hause gefahren.

Bis dann
Gonnelien

2022-04-25T22:21:01+02:00