Deinhard B

Reitpony-Hengst, Palomino, 7.7.1999 – 28.10.2015
v. Dornik B-Golden Dancer
Z.: Ludwig Stassen/Gestüt Bönniger, Tönisvorst

Semmieke am 28. Oktober 2015:

Kleiner Deini, 

jetzt ist unsere gemeinsame Reise leider viel zu früh vorbei. Ich will jedoch noch ein Mal unseren Weg Revue passieren lassen.
Als Sönke Dich geritten ist, lernte ich von Euch, was Dressurreiten ist und wie es aussehen sollte. Ich habe als kleines Mädchen am Rand des Vierecks immer mal davon geträumt, Dich reiten zu dürfen. Du warst immer schön das hübscheste Pony auf jedem Turnier. Als Sönke dann zu alt wurde und ich Dich übernehmen sollte, war ich leider noch ein Jahr zu jung, also musste ich noch kurz warten.

Doch dann kam der Zeitpunkt, wo ich dich reiten durfte. Du hast mir schon beim ersten Mal Selbstvertrauen gegeben und mir in vielen Situationen geholfen. Nie hast du die Arbeit verweigert oder mich im Stich gelassen.
Du hast mich fühlen lassen, wie es ist zu tanzen. Zu fliegen ohne Flügel. Du hast mir beigebracht zu reiten, hast mich zu der Reiterin und Person gemacht, die ich heute bin. Von Mal zu Mal wurde ich besser, und wir wuchsen zusammen. Das erste gemeinsame Turnier ließ mich fühlen, was ich noch nie gefühlt hatte. Dein Schwung, Deine Rittigkeit und Ausstrahlung waren einmalig. In den Stall zu kommen und dein fröhliches Gesicht zu sehen, munterte mich immer auf, egal wie schlecht es mir ging. Diese große, helle Blesse, dieses weiche Mäulchen, deine kleinen Öhrchen, einfach Du! Immer wenn ich am Zucker vorbeilief, erinnertest Du mich daran zurück zu laufen … Jedes Training war einmalig und jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde hast du mich fühlen lassen, wie besonders Du warst. Von Turnier zu Turnier wurden wir ein Team, nein, viel mehr als das. Wir wurden eins! Wir konnten spüren, was der andere dachte und fühlte, wir haben uns blind verstanden.

Auf unserer ersten gemeinsamen Euro in Arezzo lief der erste Tag nicht gut, wir beide waren überwältigt von der Spannung und dem Druck. Die Presse stellte Dich als freches und unzuverlässiges Pony dar … Wie weh es tat, das zu lesen! Nie hättest Du nur einen falschen Tritt gemacht, nie hättest Du mich hängen lassen! Die nächsten Tage vertrauten wir auf unsere Bindung und tanzten aufs Treppchen. Wir waren immer in unserer eigenen Welt, wenn wir uns im Viereck präsentierten, und gaben immer alles.
Die Zeit verging, und dann kam schon die nächste Euro in Millstreet. Wenn ich an diese Zeit zurück denke, bekomme ich immer noch Tränen in den Augen und Gänsehaut am ganzen Körper. Das deutsche Team hatte nicht so gepunktet wie erwartet, und wir waren hinter den Engländern. Wir beide sollten als letzte starten, und meine Güte, was war ich nervös. Aber sobald ich auf Dir saß gabst du mir wieder dieses Gefühl, das mich einfach beruhigt hat. Alle vom Team waren ohne Hoffnung auf Gold, da wir eine überragende, fehlerfreie Prüfung hätten zeigen müssen, aber ich wusste, in Dir steckt ALLES drin. Also ritten wir rein, und Du gabst alles. So ein Gefühl hatte ich selten in meinem Leben, du tanztest wie um dein Leben und hörtest auf jede kleine Hilfe, die ich dir gab. Unser letztes Grüßen stand an, und ich war so überwältigt von Emotionen, dass mir die Tränen einfach über die strahlenden Wangen liefen. Manche Leute denken, dass ich über die Punktzahl so glücklich war, aber die wissen überhaupt nicht, worum es mir wirklich ging. Ich wusste, ich hatte das beste Pony mit dem mit Abstand allergrößten Herz! Du hast mir alles anvertraut, Dein Herz, Deine Seele, einfach Dich. Dann gewannenen wir auch noch Triple-Gold! Was für ein Pony du doch warst!
Auch wenn ich mal Fehler machte du hast es mir nie übel genommen.
Jetzt, kleiner Schatz, will ich Dir für alles danken, was du mir gegeben hast. Es fehlt ein Riesenstück in meinem Herzen, das Du gefüllt hast, und ich verspreche Dir: Dich werde ich NIE vergessen. Es tut mir so leid, dass Du so früh von uns genommen wurdest, aber wir wollten Dich nicht leiden lassen. Du hast schon so viel für mich und unsere Familie gekämpft, das wir Dir so unendlich viel zu verdanken haben. Du bist eine Legende und das großartigste und beste Pony, das es jemals gab und geben wird. Du warst eine „Class of your own!“ Der ganzen Dressurszene fehlt ein Stück. 
Deini, Du warst so einzigartig und selbstlos. Deine Box ist leer und du fehlst in unserem Stall. Du wirst immer in unseren Herzen bleiben, und wir alle haben Dich unendlich lieb. Du warst nicht nur ein Pony, sondern ein Familienmitglied. Wir trauern um Dich, aber blicken mit einem verheulten und einem lachendem Auge auf unsere gemeinsame Zeit mit Dir zurück! Ich hoffe, Du galoppierst jetzt in den Himmel und genießt es da. Ich weiß, dass Du immer runterschauen wirst und mich unterstützt in allem, was ich tue! Du bist mein kleiner persönlicher Schutzengel, der immer von oben aufpasst. Ich liebe Dich so unendlich.

Kuss, Semmie 

Gonnelien am 28. Oktober 2015

Ciao, Deini!

Die Öhrchen gespitzt bis zum letzten Atemzug – so haben wir Dich aus Deinem Kampf entlassen, den Du nicht gewinnen konntest! 

Am 13. Oktober ging es Dir nicht gut. Steffi erkannte es sofort … so kommt unser Deini nie aus der Box! Es wurde nicht lange überlegt, und sofort war der Tierarzt vor Ort. Die rektale Untersuchung war ohne Befund. Mittags ging es Dir schon wieder „deutlich“ besser, nur so richtig Appetit hattest Du immer noch nicht. Das war schon ein großes Warnzeichen! 

Am 14.10. früh morgens sah es zwar aus als, ob Du Dich nur hingelegt hast. Aber … das während der Fütterungszeit? Sofort brachte Steffi Dich zur Klinik in Hattersheim. Mittags fuhr sie nochmal hin, um Dir Deine Lieblingsdecke zu bringen. 

Zuerst sah es nach einen Magengeschwür aus, da keine Komplikationen zu hören waren. Du wolltest nur nichts fressen … Samstag ging es Dir „recht“ gut. Na klar, wenn Deine ganze Familie Dich besuchen kommt, reißt ein Deini sich eben zusammen. Semmie spazierte mit Dir über das Klinikgelände. Du flott neben ihr her und mit gespitzten Ohren, voll dabei, um nichts zu verpassen. 

Sonntag, den 18.10., ging es rapide bergab. Schmerzen … aber wo und warum? Die nächsten drei Tage waren nicht gut, aber unverändert … immer noch kein Appetit … 

Am Donnerstag holten wir Dich nach Hause. In Deiner gewohnten Umgebung ging es dir zuerst viel besser! Endlich wieder ein Fenster zum Rausschauen! Langsam bekamst du wieder Appetit. Papa weiß eben, was seinem Deini schmeckt. Im Stundentakt wurdest Du von Sven überwacht. 

Dann am Freitag Abend ging es Dir so schlecht, dass Sven, Semmie und Sönke Dich sofort zurück in die Klinik brachten. Jetzt konnten wir Dir eine OP nicht mehr ersparen – Samstagmorgen um 3 Uhr klingelte das Telefon … NEIN!!! 

Dir geht es so schlecht, das sie Dich sofort operieren müssen. Wir geben das OK. 

Schlechte Nachrichten; Blinddarmobstipation! 

Chronische Blinddarmobstipation ist eine tückische und gefürchtete Krankheit, weil sie über Monate oder sogar Jahre unbemerkt bleiben kann, weil ihre Symptome anfangs unauffällig sind. 

Die Ärzten haben während der OP den Blinddarm, der voller Flüssigkeit war, entleert und hofften das er die nächsten Tage wieder „anspringt“. Deine Nerven am Eingang zum Blinddarm waren nicht mehr so, wie es sein sollte, und damit war uns klar, dass wir die nächsten Tage nur hoffen konnten, dass die Blinddarmfunktion dennoch wieder im Gang kam. 

Mittags besuchten wir Dich … so traurig haben wir Dich noch nie gesehen! Könnten wir Dir nur helfen … wir stehen so hilflos an Deiner Klinikbox. 

Am Sonntag ging es schon wieder deutlich besser, das Schmerzmittel gegen den Wundschmerz tat Dir sichtlich gut. Jetzt bangen wir, ob du auch gemistet hast … das war leider nicht der Fall, und so schwammen uns die Felle weg. 

Am Montag kam Deine liebevolle Akupunkteurin, Frau Dr. Irmen zu Dir! Seit 10 Jahren kümmert sie sich schon um Dich … ihr kannst Du nichts vormachen … 

Du machtest einen munteren Eindruck. Sie stellte fest, dass Du noch eine Decke bräuchtest, und über Dein Maul bemerkte sie schon, dass Du Schmerzen hast. Das Pflegepersonal der Klinik Hattersheim folgte sofort ihrem Rat, und Du bekamst noch eine Decke dazu. 

Am Dienstag, hatten wir ein sehr schlechtes Gefühl und uns einig, alles zu Hause sofort stehen und liegen zu lassen, Semmie aus der Schule zu holen und zu Dir zu fahren. Wir durften mit Dir in der Sonne um das Klinikgelände spazieren. Stolz tapptest Du im Eilschritt neben uns her … bloß nichts verpassen … wo holst Du die Energie her? Wahnsinn! 

An Semmies Jacke kam Dir der Stutengeruch bekannt vor. Es freute Dich, auch die Leckerlies hast Du sofort bemerkt. Semmie zog ihre Jacke aus, da Du leider nichts fressen durftest. 

Dann kam ein Anruf von Linda Tellington-Jones! Da steckt doch „unsere“ Bärbel dahinter … toll! Liebe Bärbel, Du hast geschafft, dass Deini in seiner letzten Nacht ruhig geschlafen hat! Danke, danke :-)))) 

Semmie stand jetzt in direktem Kontakt mit Linda, es wurden Videos hin und her geschickt, und es tat Dir sehr gut! Jeden Quatsch machtest Du mit. Wie fröhlich du warst, und das, obwohl Du schon seit Samstag zwischen zwei Stricken angebunden standest und Dir viel gefallen lassen musstest. 

Dein Puls war ruhig, und die Ärzte konnten auch wieder ein wenig Einspritzgeräusche feststellen. Es sah kurz danach aus, als ob du misten wolltest, aber … Du schafftest es nicht. 

Wir konnten nicht richtig schlafen, da Frau Dr. Franzen anrufen wollte, wenn du gemistet hast … leider keine positive, aber auch keine negative Nachricht. Gestern beschlossen wir, heute schon um 6 Uhr, bevor Semmie zur Schule geht, wieder bei Dir zu sein. Semmie wendete wieder TTouch bei Dir an, und du warst gut drauf. 

Aber Dein Zustand verschlechterte sich, du hattest Hunger, durftest aber nichts fressen, da der Blinddarm sich zu schnell wieder gefüllt hätte. Nach der letzten Untersuchung stand fest, dass der Blinddarm sich wieder gefüllt hatte und er nach wie vor nicht arbeitete. 

Wir holten Dich nach Hause. Im LKW hing ein Heunetz, und tapfer stapftest du hinter Sven her. Ab nach Hause … wie immer war Deine Box frisch eingestreut, und es lag Heu bereit. 

Frau Dr. Franzen ist mitgefahren. Es ging ein letztes Mal auf Deine Graskoppel, Du hast gewiehert, als ob Du alle nochmal hören lassen wolltest, dass Du wieder da bist … 

Lieber Deini, Du bleibst bei uns, und wir werden Dich nie vergessen! Ruhe in Frieden. Wir sind Dir unendlich dankbar, so ein tolles Familienmitglied wie Dich gehabt haben zu dürfen! 

Du wirst uns fehlen, Dein Köpfchen werden wir morgens vermissen, wenn wir durch das Tor die Treppe runter kommen zum Stall … Dein Gewieher, wenn du raus auf den Platz oder zur Koppel geführt wirst … Dein Fleiß — 10 Jahre immer wieder hochmotiviert! 

Danke, Kleiner :-))) 
Gonnelien

Stellvertretend für viele liebe Einträge:

Liebe Familie Rothenberger, liebe Semmie, heute schreibe ich Ihnen zum ersten Mal, obwohl ich Ihre Familie schon seid Jahren über diese Homepage interessiert begleite. Nun las ich gerade Ihren letzten Eintrag und ich kämpfe mit den Tränen – es tut mir unglaublich leid für Sie alle, so früh ein geliebtes Familienmitglied verlieren zu müssen. Da ich meinen geliebten Wallach dieses Jahr mit 22 Jahren und nach 19 Jahren gemeinsamer Zeit gehen lassen musste, kann ich Ihre Trauer sehr nachvollziehen. Es tut ganz fürchterlich weh, aber die gemeinsam verbrachte Zeit, die enge Bindung zu unseren wunderbaren Tieren ist es, die in Erinnerung bleibt!!! Ich wünsche Ihnen allen ganz viel Kraft und fühle mit Ihnen!! Herzliche Grüße, Anna

DANKE DEINHARD
Danke…,
-Dass erst du viele Leute die Ponydressur hast ernst nehmen lassen
-Dass du so viele Zuschauer deiner Prüfungen verzaubert hast
-Dass du Deutschland so viele Medaillen beschert hast
-Dass du als erstes Pony die 80% geknackt hast
-Dass du gezeigt hast, dass Kinder sehr wohl deckende Hengste reiten können
-Dass du so vielen talentierten Reiten den Weg geebnet hast, die nun weiterhin Deutschland vertreten
-Dass du deine wunderbaren Nachkommen hinterlässt
-Dass du das Niveau der Ponydressur auf ein ganz neues Level gebracht hast
-Dass du gezeigt hast, dass manchmal eben doch alles GOLD ist, was glänzt
-Dass du mein Kindheits- und Jugendtraum warst

Sehr geehrte Familie Rothenberger,
mein herzliches Beileid.
Ich selbst bin nicht mehr aktiv im Reitergeschehen, verfolge aber auf Schritt und Tritt alles, was es zu verfolgen gibt.
Ein Ausnahme-Pony unter Ausnahme-Menschen.
Die Worte die Ihre Semmie an ihren Deini schrieb, sind so ergreifend, dass ich bitterlich weinen musste. Nicht einfach nur Pony und Reiter zu sehen, sondern wahrliche Freunde, ist so schön. Ich wünsche Ihnen allen viel Kraft, dass sie den Verlust ihres Familienmitgliedes verarbeiten und mit ihm im Herzen neue und wunderbare Momente erleben. Alles Gute!
Hochachtungsvoll Doro

„Eine Kiste voll mit Seifenblasen

Jedes Pferd auf dieser Erde bekommt von Petrus zu seiner Geburt eine Kiste voll mit Seifenblasen geschenkt.
Diese Kiste begleitet jedes von ihnen ihr gesamtes Leben lang, doch dieses Geheimnis kennen nur unsere geliebten Vierbeiner und Petrus.
Die Kiste ist am ersten Tag noch bis zum Rand gefüllt und jedes Mal, wenn wir Menschen unserem geliebten Pferd etwas Gutes tun, ihn mit so viel Liebe anschauen, dass es uns selbst im Innern schon weh tut, platzt eine der Seifenblasen.
Am Tage, an dem unser Freund den letzten Weg geht, auf dem wir ihn noch nicht folgen können, gelangt er an die Tür von Petrus und Petrus öffnet jede einzelne Kiste.
Er sah schon Pferde, jung an Jahren die über die Regenbogenbrücke zu ihm kamen, noch nass vom Schweiß, die Striemen der Peitsche noch deutlich zu erkennen, ein Bein gebrochen und als Petrus die Kiste öffnete, war diese noch randvoll mit Seifenblasen, nicht eine war geplatzt!
Traurig berührte er das arme Geschöpf, heilte seine Wunden und ließ es ein in sein Reich…
Er brauchte sich nicht die Mühe machen zu fragen, wie es dem Tier auf unserer Welt ergangen war.
Doch es gab auch Pferde, die im hohen Alter zu ihm kamen, zufrieden und doch mit einem traurigen Blick in den Augen, denn sie haben ihren Menschen zurücklassen müssen!!
Und als Petrus diese Kisten öffnete, platzte in diesem Augenblick die letzte Seifenblase!
– Diese stand für die Tränen die der Freund auf Erden weinte da er nach so vielen Jahren seinen treusten Freund verlor..
Zufrieden streichelte er unsere Vierbeiner und fragte sie, wie sie ihr Leben gelebt hatten.
– Diese schauten zurück zur Regenbogenbrücke und sagten, sie würden hier bei Petrus auf uns warten, denn das Leben an unserer Seite war voll von Harmonie und Glückseligkeit.
Petrus nickte denn die Kiste, die nun leer vor ihm stand spiegelte genau das wider und auch sie ließ er ein in sein Reich, blickte herunter zu uns und lächelte, denn er wusste, dass eines Tages,genau an dieser Stelle unser geliebter Vierbeiner auf uns warten würde …“

Liebe Semmie, liebe Familie Rothenberger, aus ihren Worten spricht die reine Liebe für dieses Pony. Seine Kiste war leer …

Liebe Grüße und ganz viel Kraft 

Es fühlt sich seltsam an, hier auch einen Eintrag zu schreiben, aber ich habe schon den ganzen Tag meine eigene Diashow im Kopf …

… von meiner ersten Begegnung mit Deini beim Sommerfest auf dem Gestüt Bönniger 2001
… der Rollstuhl auf der Burandtwiese beim Preis der Besten 2006
… Sven, der morgens um halb acht bei der DJM 2008 in Hannover in der Morgensonne mit ihm grasen geht
… das erste Mal, als ich Anfang 2012 beim Training mit Semmieke dabei sein durfte … einatmen … ausatmen …
… die perfekte letzte Mittellinie in der Teamaufgabe Kronberg 2013
… das Gänsehaut-Kurzkehrt in der Kür in Hagen 2013
… das letzte Mal, dass ich ihn gesehen habe, mit Semmie im leichten Sitz nach der Einzelaufgabe DJM 2015 in Hagen … so geht „Horsemanship“
… und immer seine goldenen Augen, die alles wussten.

Lebwohl, Deini! 

Für Semmie und Deini

„Ich will dir ein Tier für eine Weile leihen“,hat Gott gesagt,
damit du es lieben kannst, solange es lebt und trauern, wenn es tot ist.
Ich kann dir nicht versprechen, dass es bleiben wird, weil alles von der Erde zurückkehren muss.
Wirst du darauf aufpassen, für mich, bis ich es zurückrufe ?
Es wird dich bezaubern, um dich zu erfreuen und sollte sein bleiben auch nur kurz sein, so hast du immer die Erinnerung, um dich zu trösten.
Willst du ihm all deine Liebe geben und nicht denken, dass deine Arbeit umsonst war?
Und mich nicht hassen, wenn ich das Tier zu mir hole?“
Mein Herz antwortet:
„Mein Herr, dies alles soll geschehen. Für all die Freuden, die dieses Tier bringt, werde ich das Risiko der Trauer eingehen. Wir werden es mit Zärtlichkeit beschützen und es lieben, solange wir dürfen.
Und für das Glück, das wir erfahren durften, werden wir immer dankbar sein.“

Mein größtes Beileid … ich las eure Texte über euren “Deini“, wie ihr ihn nanntet, er wird stolz gewesen sein, bei einer so tollen Familie wie euch gelebt haben zu dürfen. Im Fernsehn oder Internet sah man immer nur diese vollendete Perfektion diese unglaublichen Pferdes, aber gerade durch die Liebe und Aufmerksamkeit die ihr ihm geschenkt habt, habt ihr ihn besonders gemacht. Er wurde bei euch nicht als Sportgerät “benutzt“, wie es im Reitsport oft passiert, sondern ihr habt ihn als Familienmitglied geliebt, gebraucht, gepflegt und gehegt. Meinen größten Respekt ihr scheint dieses wundervolle Pferd echt abgöttisch geliebt zu haben … viele Pferde werden nach ihrem Tod nur von ihren Besitzern vermisst oder es sind die Besitzer die 50 Jahre später ihren Enkelkindern von einem tollen Pferd erzählen … nicht so wird es bei Deini sein, Deini hat es geschafft eine Legende zu zu werden, eine Faszination, etwas so Besonderes, dass man nicht davon ausgehen kann das es so ein Pony je wieder geben wird. Er war echt unglaublich, und ich glaube, ihr habt eine ganze Generation an Reitern hinter euch stehen die in 30, 50 vielleicht auch 70 Jahren ihren Kindern und Enkelkindern von einem wundervollen Pony erzählen werden … einem Pony, das für atemberaubende Momente, Momente voller Freude und Momente voller Hoffnung sorgte … eine Ponylegende Namens Deinhard B

Hallo Familie Rothenberger,

ich bin ein schon ein jahrelanger Fan von Ihnen und schaue fast jeden Tag auf Ihre Website, ob es schon was neues gibt.
Ich saß grad in der Stube mit dem Laptop auf dem Schoß und habe Ihren Text über Deini gelesen. Ich musste auf einmal los weinen, das hat mich so berührt..
Der Deini war ein wunderschönes, talentiertes, bezauberndes Pony. Schade, dass er den Kampf nicht gewonnen hat. Mein Beileid und viel Kraft für diese Zeit!
Jetzt wird der Deini von oben herab schauen auf seine Familie, die ihn sehr gepflegt und geliebt hat, und auf seine Söhne und Töchter, die in seinen Namen weiter jedes Reiterherz höher schlagen lassen.

Liebe Grüße aus Hamburg.
Svenja 

Liebe Gonnelien.
Ich kenne Sie nicht, aber ihr Text an Deini hat mich so berührt, dass ich wirklich
einen Moment geweint hab. Ich wünsche Ihnen und besonders Semmie von Herzen viel Kraft, diese schwere und traurige Zeit zu überstehen. Aber denken Sie immer daran: Deini war sehr glücklich, er hatte ein tolles Leben bei Ihnen. Und dafür war er dankbar. Ganz tolles Pony, ganz tolle Familie! Hut ab für alles was Ihr für Eure Tiere tut, damit sie glücklich sind. Alles Liebe; Jessica 

Ich glaube man kann gar nicht wirklich in Worte fassen wie man sich fühlt bei so einem Verlust. Es gibt auch nichts was man sagen könnte um es besser zu machen. Aber vielleicht hilft es Ihnen allen zu wissen, dass Sie nicht alleine sind. Es stehen viele Vierbeiner in Ihrem Stall die Ihnen jeden Tag aufs neue freudig entgegen schauen und dankbar sind. Dafür lohnt es sich weiterzumachen 🙂

Betonen möchte ich noch einmal, dass ich Ihre Entscheidung sehr sehr gut finde. Es ist furchtbar ein geliebtes Tier gehen zu lassen, aber die Entscheidung das Richtige zu tun ist es am Ende immer das Beste. Viele halten krampfhaft am Leben ihres Vierbeiners fest und finden den Zeitpunkt zum Loslassen nicht. Es freut mich sehr, dass Sie richtig gehandelt haben und Deini einen würdigen Abschied bereitet haben. Er wird es Ihnen für immer danken! (Ich hoffe es kommt rüber was ich damit ausdrücken möchte!)

Am Ende bleibt mir nur noch Ihnen viel Kraft und Stärke zu wünschen. Schauen sie nach vorne für die anderen Pferde in Ihrem Stall und behalten Sie Deini immer im Herzen! 🙂 

Liebe Rothenbergers,
Das Gästebuch fühlt sich jetzt an wie eine Gemeinschaft, eine Gemeinschaft die zusammensteht. Ihre Familie hat schon immer Gemeinschaft gezeigt und ich bin mir sicher Sie unterstützen sich besonders jetzt noch mehr gegenseitig. Ich wünsche Ihnen viel Kraft!

Und unsere Antwort:

Dankeschön. So empfinden wir das auch.
Wir bitten noch einmal um Verständnis, dass wir nicht all die liebevollen Einträge zu Deinis Tod persönlich beantworten können; im Moment fehlt einfach die Kraft dazu, und wir möchten sie auch nicht ewig unveröffentlicht lassen.
Aber wir haben sie alle gelesen; sie rühren uns sehr, und wenn in einer solchen Situation etwas „schön“ sein kann, dann dieses Gefühl, dass so viele Menschen an uns denken.

Bilder