Verden ist immer wieder sehr lehrreich – nicht nur, weil dort eine weitere U25-Qualifikation auf dem Programm steht, sondern auch, weil dort die besten 5- und 6-jährigen Dressurpferde der Welt an den Start gehen und viele Youngster Prüfungen, der Nürnberger Burgpokal, eine internationale Große Tour und natürlich ein tolles Springprogramm angeboten werden. Da wird es nie langweilig, wir haben tolle Pferde und tolles Reiten gesehen.

Bei uns lief es nicht ganz wie erhofft, aber auch das hat uns viel „Denkstoff“ geliefert. Sanneke nimmt ihr Studium und ihr Praktikum sehr ernst (kaum zu glauben, dass sie nächstes Jahr schon fertig sein wird und dann mit 21 ein abgeschlossenes Studium hat!), deshalb trainiert sie im Moment nur morgens ganz früh, und eine intensive Turniervorbereitung, wie man die für den Grand-Prix-Sport braucht, ist schwierig. Das hat sich vor allem in der Einlaufprüfung für den Piaff-Förderpreis bemerkbar gemacht: So fantastisch Wolke auf dem Abreiteplatz aussah, so schwer fiel es Sanni diesmal, das „Feeling“ aus dem Warm-Up mit in die Prüfung zu nehmen. Viele kleine Fehler haben leider auch viele Punkte gekostet. Darauf folgen natürlich Diskussionen – was lernt man daraus für die zweite Prüfung? Reitet man weiter auf „schön“ und riskiert, dass es sich Wolke ein bisschen bequem macht – oder reitet man mehr auf „Angriff“ und riskiert dann Fehler? Auf jeden Fall ist Sanni mit mehr Selbstbewusstsein in die eigentliche Finalqualifikation gestartet und konnte sich auch deutlich verbessern.

Wie jede Familie müssen auch wir in den neuen Lebensabschnitt unserer Tochter erst hineinwachsen – und da hat uns Verden wieder ein ganzes Stück weiter gebracht. Und das Turnier haben wir auf jeden Fall genossen — tolle Pferde und Super-Sport!