Wir sind immer noch total überwältigt davon, wie Sanneke ihren Devil vorgestellt hat.

Wir würden es am liebsten noch eine Weile genießen, wenn nur nicht … schon die nächsten Turniere anstehen würden.

Vieles ist schon geschrieben, fest steht: Die lange Turnierpause hat ihm eindeutig gut getan.

Wir waren gespannt, wie er drei Prüfungen meistern würde. Statt dass es ihn langweilte, wurde er von Tag zu Tag aufmerksamer. Es machte ihm richtig Spaß, am liebsten mag er anschließend seinen Applaus :-))) Mit gespitzten Öhrchen ging er durch alle drei Prüfungen!

Die beiden verstehen sich blendend. Viele Leute denken, das es einfacher ist, Erfolg zu haben, wenn man ein fertig ausgebildetes Pferd kauft, aber bei Devil sieht man, dass Sanni ihn durch und durch kennt und es deshalb sehr harmonisch aussieht. Beide haben sich durch die Jahre und die Erfahrung bei den Junioren, Jungen Reitern, U25 langsam nach oben gearbeitet. Aber nach zwei Starts in der U25 hat Sanneke gemerkt, das es ihm keinen Spaß auf dem Turnier machte … so kannte sie ihn nicht. Er machte viele Fehler und sah lustlos aus. Das war nicht ihr Devil, der immer für sie da war und mit dem sie alles gewinnen konnte!

Sie beschloss, ihn aus dem Sport zu nehmen, bis sie das Gefühl hatte, dass es ihm wieder Spaß machte. Gleichzeitig war es auch für Sanni gut, da sie für ihren Bachelor viel lernen musste. Mit Wolki und später Favo konnte sie trotzdem die nötige Erfahrung im Grand Prix Sport sammeln. Es tat ihr auch unendlich weh, wie Devil in der Medien als nicht unbedingt geeignetes Grand Prix Pferd abgestempelt wurde. Wir und der leider 2012 verstorbende damalige Bundestrainer Holger Schmezer haben immer an ihn geglaubt, wir sahen, dass er alles hat, um ein sehr gutes Grand Prix Pferd zu werden! Nur … er musste es auch wollen und genießen.

Er gewann in seiner „Aus-Zeit“ immer mehr an Selbstvertrauen, und kurz bevor wir letztes Jahr nach Vidauban fuhren, rief er plötzlich „hier“ …

Also wurde er nachgenannt. In der ersten Prüfung mussten sich die beiden noch knapp geschlagen geben. Sanni ritt nicht richtig zu, die Turniererfahrung fehlte und damit das Gefühl für das richtige Tempo. Dabei wollte sie es aber nicht belassen, für die Finalprüfung der U25 drehte sie "das Gas" hoch … Devil spitzte seine Öhrchen … es geht wieder los: Sie gewannen mit Abstand!

Dennoch beschloss Sanni, ihn weiter zu Hause zu trainieren, da sie das Gefühl hatte, er kann es noch besser. In Ordnung … wir trainierten und trainierten …

Auch hatte sie beschlossen, dass er ab jetzt nur noch im "richtigen" Grand Prix Sport antreten sollte.

Wieder stand Vidauban vor der Tür, wieder durfte er mit, diesmal aber im Grand Prix für die Kür. Sanni hat alles genau richtig gemacht; er siegte mit fast 72% in seinem ersten Grand Prix! Und auch die Kür (eigentlich Wolkis Kür ;-)) konnte er für sich entscheiden.

Sanni hatte das Gefühl, angekommen zu sein. Das und so ist ihr Devil!

In Balve brachte Devil Sanni dqann unter die acht besten Grand Prix Reiter Deutschlands. Sie wurde in den B-Kader berufen, und hat eine Startgenehmigung für das CDIO in Hagen bekommen.

Auch mit Wolki war sie in Balve sehr gut unterwegs. Die erste Prüfung gewannen sie noch haushoch, nur in der Finalprüfung ist die Konzentration ein bisschen verloren gegangen. Was will man auch, wenn ihr Devil kurz davor einen persönlichen Rekord im Special aufstellt 🙂

Schade, wieder die Wechsel; im Moment hakt es da ein bisschen. Knapp geschlagen, nahm Sanni es sportlich und gratulierte Juliette von Herzen … und freut sich jetzt auf die kommenden Herausforderungen.

Jetzt aber erst einmal … auf nach Hagen. Wir melden uns!

Gonnelien