Mit zwei „Siegerfliegern“ kehrten heute die letzten Sportler der deutschen Olympiamannschaft nach Hause zurück und stießen in Frankfurt zu denen, deren Wettkämpfe schon länger vorüber waren und die deshalb schon wieder in Deutschland waren. Gut dreihundert Athleten waren es schließlich, denen die Stadt Frankfurt zunächst auf dem „Eisernen Steg“ über den Main und schließlich auf dem legendären Balkon des Rathauses einen tollen Empfang bereitete.
Hier wurden die „Heroes de Janeiro“ noch einmal so richtig gefeiert — und das nicht nur von den Frankfurter Bürgern und von Fanclubs aus dem ganzen Land, sondern auch von Bundepräsident Gauck und „First Lady“ Daniela Schadt.76b328abb5
Auch Sönke ließ sich dieses Erlebnis nicht entgehen und und war überrascht über die Herzlichkeit des Empfangs. „Die Leute waren toll drauf. Ganz viele waren echt gut vorbereitet und haben Bilder von mir und Cosmo dabei gehabt zum Unterschreiben.“
Begeistert war Sönke auch von der Rede des Bundespräsidenten, der sichtlich froh und gerührt seine Eindrücke auf den Punkt brachte: „Liebe Olympioniken — nur wenige kann ich so ansprechen“, begann er sein kurzes, emotionales Grußwort. „Deutschland sagt Euch danke!“
Gauck stellte die sportlichen Erfolge der Olympia-Teilnehmer in einen gesellschaftlichen Zusammenhang und sah sie als „Visitenkarte für den Beruf.“ Mit ihrer Konsequenz und Hartnäckigkeit gäben die Sportler „Impulse, wie eine Gesellschaft vorankommen kann.“43bdf04576
Eine klare Absage erteilte der Bundespräsident — unter großem Applaus — dem Doping: „Wir wollen stolz sein auf das, was wir mit eigenen Mitteln erreicht haben.“ Anders als etwa die Briten, die medaillenlosen Sportarten die Förderung streichen, betonte Gauck die Bedeutung des Breitensports — „Ohne Breite keine Spitze!“ — und forderte die Medien auf, den Sport in seiner ganzen Bandbreite abzubilden.
Und schließlich appellierte er (bei allem Respekt für die Entscheidung der Hamburger Bürger) an Deutschland, doch noch einmal über die Möglichkeit Olympischer Spiele im eigenen Land nachzudenken. Schön wär’s ja doch 🙂