Leider kam ein früheres Turnier dieses Jahr für Semmie noch nicht in Frage, da sie jetzt mit viel Engagement ihr Studium angefangen hat. Viel
Lernen und Klausuren schreiben, damit sie hoffentlich bis Kronberg sich wieder intensiv auf ihre Reiterei konzentrieren kann.
Dennoch waren ihre Pferde ihr eine schöne Abwechslung zum Studium. Da die Kaderreiter vor dem Preis der Besten ein internationales Turnier
geritten haben müssen, war für uns Lier eine sehr gute Option.

Semmie hatte letzten Freitag (22.2.) ihre letzte Klausur, und so passte Lier auch zeitlich für uns super in Semmies Turnierplanung.
Ich habe mich sehr gefreut über die Nachricht das sie eine weitere große Halle zum Abreiten gebaut haben. Die Bilder, die ich bekommen habe,
sahen spitze aus. Gute Bedingungen während des Abreitens sind sehr wichtig und sehr oft entscheidend, um später sein Pferd/Pony den
Richtern optimal zu präsentieren. Schade ist es nur, das jeder Reiter nur ein Pferd pro  Prüfung starten darf.

So haben wir Daisy für die YR Tour genannt, und Geisha bei den Senioren in der CDI 4* Small Tour, das heißt, sie muss, genau wie die Jungen
Reiter als Einlaufprüfung den Prix St. Georges gehen, aber statt der Einzelaufgabe eine Intermediaire I.
Fünfeinhalb Stunden Fahrt sind für erfahrene Turnierpferde sehr gut zu überbrücken. Die Anreise verlief problemlos, und sehr freundlich wies
man uns unsere Boxen für Geisha und Daisy zu. Es gab einen Trainingsplan, der uns schon rechtzeitig zugemailt wurde, so dass jeder
sich darauf einstellen konnte, wann er oder sie anreisen möchte. Dazu wurde die Altersklasse noch in Gruppen eingeteilt, damit nicht soviel
Reiter gleichzeitig im Hauptviereck trainierten.

Auch durch solches Mitdenken zeichnet sich eine sehr gute Organisation aus. Super! Dass Joyce Lebon als Sport Manager im Organisationsteam von
Lier sitzt, zeigt sich an dieser tollen Organisation. Wir kennen Sie schon lange, sie ist schon seit Januar 2006 Sport Manager des  CHIO
Rotterdam, wo dieses Jahr die Europameisterschaften der Senioren stattfinden werden.

Um 16 Uhr durften die Jungen Reiter der 2. Gruppe ins Hauptviereck. Daisy konnte es kaum abwarten und freute sich sichtlich über diesen
Ausflug. Man merkte es ihr schon an … ein wenig unsicher schritt in sie die große, schön geschmückte Halle. Bei mancher Blumendekoration
zuckte sie zusammen, als wäre diese lebendig und könnte ihr was tun. Dennoch verlief das Training sehr schön, und nach einer Weile hatte sie
sich mit „ihren“ Blumen und der restlichen Deko ein wenig angefreundet.

Um 18 Uhr fand der Vet Check statt. Da ist immer viel Trubel, und es gibt genau wie bei Siegerehrungen Pferde, die es sehr gelassen nehmen,
und andere Pferde, die es sehr spannend finden.
Geisha ist da schon sehr eifrig 🙂  Ich habe das Gefühl, sie glaubt, dass der Vet Check schon mit Noten bewertet wird 🙂
Wenn sie so übermütig ist, ist es schon schön, dass unser Papa wieder so fit ist, dass er Geisha höchstpersönlich vortraben kann. Zack … um die
Kurve und zurück im starken Trab … Wahnsinn! Ich liebe dieses Pferd. Sie wusste zu Hause schon ganz genau, dass etwas im Busch war. Sie wurde
geschoren, die Kandare kam des Öfteren zum Einsatz, und es ging regelmäßig über die Mittellinie 🙂 Dann hat Sven LKW und Hänger schon
in der richtigen Richtung geparkt, woraufhin sie beim Vorbeilaufen schon seit Tagen das Tempo erhöhte …

Auch Daisy blieb es nicht unbemerkt, dass etwas anders war als der normale Alltag im Stall Rothenberger. Beim Vet Check strahlte sie den
Richtern und dem Tierarzt sichtlich entgegen. Seit wir die Sorgenfrei-Pellets von der Firma Scharnebecker Mühle füttern, sehen und
fühlen sich unsere Pferden super an.

Auch sah Semmie mit ihre schönen neuen bunten Roeckl-Handschuhen super aus. Dressurreiten hat eben mit Ästhetik zu tun.
Heute Morgen um 9 Uhr hatten wir die Gelegenheit, mit Geisha in der großen Halle zu trainieren. Sie konnte es kaum abwarten, dass ihr die
Wolldecke von Kingsland abgenommen wurde und es dann endlich auch für sie losging. Mit gespitzten Ohren tanzte sie durch‘s Viereck. Auch sie
war sehr beeindruckt von der ganzen Deko um es Viereck.

Wir freuten uns… ein bisschen Knistern muss immer dabei sein. Nach einer tollen Trainingsrunde brachten wir Geisha wieder in den Stall, wo Daisy schon gespannt auf ihre Freundin wartete. Wir sind immer noch beeindruckt, wie professionell alles organisiert ist. Einfach Top, für Reiter und Pferd.
Nach einem leckeren Mittagessen für Pferd und Reiter, beschloss Semmie, mit Daisy einen kleinen Spaziergang zu machen.

Die Sonne scheint, und es fühlt sich an wie Frühling.
Gerade ist auch die Startliste für die der Jungen Reiter raus: Komisch ich hatte es den ganze Morgen im Gefühl … wir sind erste Starter um 19
Uhr!

Das hatten wir schon öfters. Wir werden sehen …

Gonnelien
Bis dann,
Gonnelien