Es ist zwar etwas später geworden, aber ich möchte unseren treuen Web-Besuchern und Fans doch gern etwas zu diesem großartigen Turnier erzählen.

Es wurde ja schon viel über das Gästebuch gesagt und aufgeklärt … es macht immer wieder Spaß zu sehen, wie ihr mit uns mitfiebert und fragt, weshalb und warum wir welche Entscheidungen treffen.

Mittlerweile seht ihr ja, dass wir Entscheidungen so spät wie möglich treffen. Welches Pferd geht welches Turnier, und wie sieht es mit der Schule oder Uni aus, wann muss Deini decken, und wie viele Turniere brauchen wir mit welchem Pferd, um unsere Ziele zu erreichen? Nicht so einfach bei drei Kindern, die alle nach vorne wollen und nicht nur Dressur reiten möchten, sondern auch mal etwas höher vom Boden wollen.

Wir versuchen immer, alle startberechtigten Pferdchen bis zum Schluss in Form zu halten. Der Vorteil ist, dass unsere Kinder dadurch doppelt so viel trainieren und auch die Aufgaben üben können. Wie sagt man so schön, "Übung macht den Meister!" Klar hat Semmie dadurch einen gewissen Vorteil gegenüber anderen Kindern, die nur ein Pony zur Verfügung haben. Andererseits haben wir die „Qual der Wahl“ – und Semmie ist wirklich fleißig.

Da der Preis der Besten für Deutschland DAS Nachwuchsturnier ist, gehört es für uns jedes Jahr den wichtigsten Zielen. Bei diesem Turnier gut abzuschließen, bedeutet Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir waren dieses Jahr schon auf genügend Turnieren, um zu wissen, wie wir unsere Pferde optimal an den Start bringen können. In Warendorf wird nicht mehr ausprobiert, um für die Saison noch etwas zu ändern. Da wird gekämpft!

Mit ihren erst 14 Jahren hat Semmie wieder einmal bewiesen, dass sie derzeit das Maß der Dinge ist. Toll 🙂 Deinhard konnte schon fünf Mal Gold beim Preis der Besten – einmal mit Anna von Negri, einmal mit Sönke und jetzt das dritte Mal hintereinander mit Semmie!

Dass er seit zwei Jahren wieder im Deckeinsatz ist, bringt ihn gar nicht aus der Fassung. Er weiß ganz genau, wenn die Zügel leicht aufgenommen werden, wird gearbeitet. Ich kann nur hoffen, dass er diese tolle Einstellung und Arbeitsbereitschaft auch an seine Kinder weitergibt. Jedes Jahr denke ich, es geht nicht mehr besser. Und dann … legt er im Training doch wieder ein Schippchen oben drauf. Er hat zur Zeit noch mehr an Kraft gewonnen und besticht in der Anlehnung und Versammlung.

Und Semmie hat auch Goldi sehr gut in Form. Die Schrittpirouetten waren noch nie Goldis Stärke, aber sie hat eine Reiterin, die diese Übung perfekt beherrscht. Ich glaube, Semmie könnte sogar einer Kuh eine Schrittpirouette beibringen :-)))

Das hat sich mittlerweile auch herumgesprochen … süß! Auch wenn es diesmal nicht die 10 gab, mehrere Neunen gab es schon. Aber die 9 für Semmies Sitz und Einwirkung hat uns am meisten gefreut. Sie arbeitet täglich an ihrem Sitz, das zahlt sich mittlerweile positiv aus und wird von den Richtern belohnt. Dass sie schon nach dem ersten Tag so viel Vorsprung hatte, war natürlich beruhigend, und allmählich kam unser erstes Ziel für dieses Jahr in Reichweite.

An das Glitzerspray musste Sven sich allerdings ein bisschen gewöhnen … er steht nicht so auf Glitzer! Haha :-))) Dafür hat Semmie viele Fans gehabt, die es Klasse fanden!

Auch ihr neues Outfit sah sehr edel aus. Mit Deini reitet sie nach wie vor in Schwarz und mit Goldi in Blau mit ihrer neuen blauen Samshield-Kappe, ihren neuen Stiefeln von Parlanti und dazu der passenden Schabracke von NoConcept. Einfach perfekt! Semmie sollte später mal unbedingt was Kreatives machen. Sie liebt es, kreativ zu sein. Schauen wir mal …

Sönke … war das Gesprächsthema in Warendorf. Springen und Dressur bei den Jungen Reitern. Damit hat er jetzt schon Geschichte geschrieben und erritt sich mit einem 7jährigen Pferd auf dem 7. gemeinsamen Turnier den 10. gemeinsamen S-Sieg …WOW!!!

Toll war es, dass in der Meldestelle Rücksicht auf alle Teilnehmer mit mehreren Pferden genommen wurde. So war es auch für Sönke möglich, beides zu machen. Nach einer sehr guten ersten Runde mit Liza, nur leider mit Zeitfehler, war er noch gut dabei.

Das Dressurviereck der Junioren und Jungen Reiter ist wirklich nicht das, was man auf einer Euro hat. Nicht weiträumig, man kann nicht von außen einreiten, und gemäß FEI sollten rund um das Viereck zehn Meter Abstand zu den Zuschauern sein, an der kurzen Seite von C dürfen außer den Richterhäuschen normalerweise keine Zuschauer sein. Für Cosmo war es deswegen auch entsprechend schwierig.

Am Samstag hatte er am Ende einen Fehler in den Viererwechseln. Am Sonntag sah man ihm die Spannung schon an. Das Abreiten war schwieriger, und Sönke entschied sich für eine sichere Runde. Mit 74,1% erneut gut für den Sieg und damit die Goldmedaille. Auch wenn die Platzierten warten mussten, weil Sönke noch beim Springen war, nahmen alle das sehr gelassen 🙂

Leider hatte er diesmal zwei Springfehler mit Liza, aber auch Herr Münz war sehr zufrieden, und am Ende stand er auf dem 21. Platz … schnell Jackett wechseln und rein in den Frack. Sven stand schon mit Cosmo an der Hand zwischen den Platzierten. Die Siegerehrung konnte anfangen … und Cosmo genoss die Aufmerksamkeit!

Normalerweise möchten wir am letzten Turniertag möglichst schnell wieder nach Hause. Beim Preis der Besten wartet man gern bis zum Schluss auf die Ehrung aller Sieger. Bei strahlendem Sonnenschein ging wieder ein tolles Turnier zu Ende.

Zu Hause angekommen, stand das Telefon nicht mehr still … alle wollten Sönke interviewen und wissen, was er mit Cosmo weiter vorhat. Schauen wir mal, jetzt haben unsere Pferde erstmal ihr wohlverdientes "Urlaubchen". Für die Ponys nicht ganz so lange, da Wiesbaden ansteht.

Bis dann und auf zum nächsten Ziel …

Gonnelien