Alle haben es mitbekommen, wie schwer es uns gefallen ist, nicht an den Süddeutschen Ponymeisterschaften teilzunehmen. Für die Ponystuten wäre es ein sehr schönes Turnier und gleichzeitig ein schöner Abschluss von den Freilandturnieren gewesen. Goldi, aber vor allem Paso sind schon wieder eine ganze Weile nicht mehr am Start gewesen, und wir müssen uns immer wieder anhören, weshalb und warum man die Pferde so wenig auf Turnieren sieht. Aber es ist eben schwierig, alles unter einem Hut zu bekommen.

Da Sanni und Wolki in Verden nicht zu ihrer Form gefunden hatten, wollten wir diesen Eindruck unbedingt noch mal gerade rücken. Klar hätte sie in Donaueschingen auch am Internationalen GP teilnehmen können, aber wir hatten dafür nicht genannt, weil wir fast bis zuletzt davon ausgegangen waren, auch in Zeiskam an den Start zu gehen.

Wolki war zu Hause schon sehr gut drauf, und es ist auch schön, dass Sannekes Studium wieder angefangen hat und sie deshalb viel mehr Zeit zum Trainieren hat. Wir können zwar ihre Pferde konditionell fit und bei Laune halten, aber der Reiter muss sein Pferd selber an die Hilfen stellen. Je schwieriger die Aufgabe, desto feiner sollte das Pferd auf seinen Reiter abgestimmt sein.

Als wir uns dann endgültig für (ausschließlich) Donaueschingen entschieden haben, hat Sönke beschlossen, auch Cosmo mitzunehmen. Donaueschingen ist immer ein sehr schön dekoriertes Turnier, da würde Cosmo bestimmt genug zu sehen bekommen. Man merkt, dass Cosmo immer mehr Routine bekommt und neben Wolke, die LKW fährt wie ein Vollprofi, fühlte er sich sichtlich wohl. Nach 4,5 Stunden Fahrt stieg er ganz gelassen die Rampe herunter und bezog seine Box. Er hatte eine Box mit Fenster, und so stand er auch den ganzen Tag mit seinem Köpfchen draußen und begrüßte jeden, der an ihm vorbei kam.

Während des Trainings benahm er sich vorbildlich. Eine Schubkarre fand er ein wenig spannend, und er dachte bei all den galoppierenden Pferden wohl manchmal, er müsste sie doch einholen. Witzig war er drauf, dabei hat er mit Sönke den perfekten Reiter: Der nimmt das gelassen und lässt ihn erst mal schön vorwärts galoppieren, so wie man das von einem Springreiter eben kennt. Alle waren begeistert, mit was für einer Leichtigkeit dieses Pferd mit seinen Lektionen spielt. Toll!

Auch Wolke fühlte sich wie schon letztes Jahr sehr wohl in Donaueschingen. Beide Prüfungen konnte sie mit Sanni ohne große Fehler beenden. Ihre Piaffen sind sehr viel besser geworden, und Wolke schafft es immer besser, auf der Stelle zu bleiben. Mit 73,2% erhielt sie auch noch den Tagesrekord! Sanneke war sehr glücklich über die zwei 9er für Sitz und Einwirkung!

Wie werden jetzt einen Plan machen, wo sie mit Favo, Devil und Wolke weiter an den Start gehen wird, um sich im Grand-Prix-Sport weiter zu entwickeln.

Und Cosmo wird nächstes Jahr sieben und hat damit die Startberechtigung für die kleine Tour. Wie man sieht, haben wir auch nach diesem Wochenende schon wieder genug vor, das unter einen Hut gebracht werden will 🙂

Bis bald,

Gonnelien