• Ihren Siegerpartner Cosmo haben Sie in diesem Jahr nur wenige Male präsentiert…
Sönke Rothenberger: „Ja, Cosmo ist erst acht Jahre alt und es ist ja nicht selbstverständlich, dass ein Pferd in diesem Alter die schwersten Lektionen mit einer solchen Leichtigkeit im Ring direkt zeigt und deshalb haben wir nur dosiert eingesetzt.“ 
• ‚Dosiert’ – das kann man sagen. In Hagen siegte Ihr Van Gogh-Sohn in der Louisdor-Qualifikation, danach ging er noch die internationale U25-Tour in Rotterdam und siegte in beiden Prüfungen. Das war im Juni, im September wurde er beim internationalen Vier-Sterne-Turnier in Perl zweimal Zweiter. Und nun Frankfurt. Wie war das heute für Sie unter den durchaus schweren Bedingungen in der Festhalle?
SR: „Cosmo ist ein ganz besonderes Pferd, vor allem im Umgang. Er hat das super gemacht, aber er konnte hier noch nicht so ganz zeigen, was er alles in der Kiste hat. Wenn man ihn zu Hause kennt und sieht, dann weiß man: Er kann noch viel mehr. Deshalb ist das für ihn auch dosiert, wie er sich hier gezeigt hat. Es ist eine schwierige Halle und er ist ein großes Pferd mit außerordentlich großen Bewegungen. Ich denke, dass er draußen erst wirklich zur Wirkung kommt.“ 
• Vierjährig kam Cosmo in Ihren Stall. Wie war die Anfangszeit mit diesem ‚Flugzeug’?
SR: „Sitzkomfort hatte dieses Pferd schon von Anfang an, so etwas habe ich selten gespürt. Er hat alles mit Leichtigkeit gelernt. Man denkt nur einmal Piaffe, dann piaffiert er schon. Und man denkt an Einerwechsel, dann reitet man rein und sagt man nur noch stopp. Mit ihm macht Reiten Spaß.“
• Ist Cosmo auch ein bisschen schuld daran, dass Sie ins Dressurviereck zurückgekehrt sind?
SR: „Auf jeden Fall. Ich habe immer gedacht: Wenn man ein hohes Springen reitet, dann kriegt man einen Adrenalin-Kick. Aber wenn man mit diesem Pferd eine lange Seite antrabt, dann gibt es mindestens genau so einen Kick.“
• Was ist der erste Gedanke, wenn Sie an Cosmo denken?
SR: „Ein großes Dankeschön an ihn, dass er das alles so macht. Wir sind sehr stolz auf ihn.“