Wir sind seit Samstag Abend alle wieder heil zu Hause. Um 20:25 führte Semmie Geisha in ihre Box, frisch eingestreut, mit einem großen Haufen Heu in der Ecke – Geisha freute sich sichtlich, wieder zu Hause zu sein. Ihr Nachbar Deveraux schaute sie mit großen Augen an, wo sie denn so lange war …

Wir packten alle mit an, um so viel wie möglich wieder ins Haus zu schleppen, da wir am nächsten Morgen, auch wenn es Ostern war und die Uhr umgestellt wurde, wieder früh mit dem Training anfangen wollten.

Abends saßen wir als Familie noch gemütlich zusammen und erzählten Sanni und Sönke, was wir alles so erlebt hatten. Der Donnerstagabend war besonders schön. Wir wurden von Freunden aus Österreich in ein sehr schönes Restaurant zum Essen eingeladen. Es wurde viel gelacht, und das Essen war hervorragend. Danke!

Ansonsten blieben wir die meisten Zeit in unserem LKW oder schauten uns die Ponyprüfungen und das Training anderer Reiter an.

Mit „nur“ einem Pferd hatten wir ganz viel Zeit, uns auch mal auszuruhen (zu Hause gelingt das meistens nicht). Geisha genoss die Aufmerksamkeit um ihre Person. Alex war für Ihr Wohlbefinden verantwortlich, so bekam sie ihre Magnetfelddecke täglich und ihr Futter pünktlich, und Sattel, Kandare oder Trense waren immer frisch geputzt.

Sven war für ihre Fitness zuständig, und versuchte so gut es ging, mit ihr (und nicht Geisha mit Sven) zu spazieren. Semmie kümmerte sich um Geishas Massage, die sie manchmal auch öfter als nur einmal täglich bekam.

Geisha hatte eine Riesenbox. "Unsere" Stallgasse war zunächst noch recht leer, da Geishas Nachbarn erst am Freitag anreisten, für den Vet Check der CDI*** Pferde.

Von Tag zu Tag lief sie besser, was uns zeigte, wie wohl sie sich fühlte.

So auch am Samstag.

Die Kür!

Schon beim Abreiten lief sie hervorragend. Selten hatte Semmie Geisha so schön vor sich. Bis auf einen kleinen Patzer gelang ihr die Kür sehr gut. Wieder konnte sie bei einem Richter die Traumnote 9 herauskitzeln. Wahnsinn, und das für Ihre Grußaufstellung!

Wir waren mehr als zufrieden, und mit 78,2% erzielten die beiden noch dazu den Tagesrekord.

Es war wieder ein sehr schönes Turnier mit tollen und interessanten Leuten.

Jetzt sind wir froh, wieder zu Hause zu sein, um gemeinsam mit unserer Familie Ostern zu feiern.

Wir wünschen Euch vom Herzen ein frohes und gesegnetes Osterfest und sonnige Frühlingstage!

Familie Rothenberger

P.S. Ein kleiner Ausschnitt aus dem Pressedienst des Turniers:

„Meine Familie und ich waren schon öfter hier und wir wollten gerne wieder nach Stadl-Paura kommen und dachten uns, wir nehmen dazu unsere Beste mit.“, strahlte die dreifache Junioren Tour-Siegerin Semmieke Rothenberger bei der feierlichen Prämierung und verwies dabei ganz stolz auf ihre „Geisha“, die schicke, so ausdrucksstarke Gribaldi-Tochter. Mit ihr rockte sie – wie man so schön im „Dressur-Jargon“ sagt – das CDI3* in Stadl-Paura und besiegelte das Triple mit 78,200 Prozent in der samstägigen Kür. Mehr als verdient waren sich Fachpublikum und Jury einig, die ganz verzaubert waren von dem kongenialen Duo, das sich im vergangenen Jahr zwei Medaillen bei den Europameisterschaften sicherte.