Frage:

Warum genau liegen vor jedem Sprung Absprungstangen? Und was unterscheidet sie von Vorlegestangen?

Antwort:

Eine Vorlegestange liegt weiter weg vom Hindernis (beim normalen WB ca. 2,20m) und soll dem Pferd helfen, den gewünschten Absprungpunkt zu finden. Also Pferdi springt/galoppiert über die Vorlegestange, landet, um gleich wieder abzuspringen. (Manchmal legt man sie auch so, dass Pferdi noch einen Galoppsprung machen muss bevor es abspringt.) Das hilft vor allem jungen Pferden und/oder unerfahrenen Reitern, passend an den Sprung zu reiten und so nach und nach selber ein Auge für die Distanz zu entwickeln. Meist wird sie so gelegt, dass das Pferd optimal an den Sprung kommt, man kann damit aber auch spielen, indem man sie etwas näher zum Sprung rückt — das Pferd springt runder — oder eben etwas weiter weg, um flache Sprungkurven (wie etwa über Wassergräben) zu erreichen.

Eine Absprungstange legt man in unmittelbare Nähe des Hindernisses — man sagt, die Entfernung sollte nicht ganz die halbe Hindernishöhe sein (sprich bei einem Ein-Meter-Sprung 40-50cm). Sie soll zum einem dem Pferd das Hindernis optisch besser darstellen und zum anderen den Absprungpunkt etwas vor-verlagern. Generell sollte es aus Fairnessgründen besonders bei unerfahrenen Pferden immer eine Stange am Boden geben, und besonders bei Pferden, die gern den Fluss vor dem Sprung verlieren und dann aus zu kurzer Distanz springen, kann eine Absprungstange in oben beschriebener Weise Wunder wirken.

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