Frage:

Mein Pferd (18) und ich waren bis vor ca. 3 Jahren sehr viel im Turniersport unterwegs. Ich habe ihn bis Inter 1 geritten und er war immer sehr ausgeglichen und unerschrocken. In den letzten Jahren sind wir bedingt durch Schwangerschaft und Verletzungen kaum noch unterwegs gewesen und auch das „normale“ Training beschränkt sich auf 2-3 mal Reiten in der Woche. Ansonsten geht er viel mit einer Freundin ins Gelände. Außerdem steht er jeden Tag auf der Weide und hat eigentlich genügend Möglichkeiten sich auszutoben. Nun ist es aber so, dass er immer „unangenehmer“ im Umgang wird, um nicht zu sagen frech. Beim reiten ist er extrem „umweltorientiert“ und zuckt in jeder Ecke bei der kleinsten Kleinigkeit. Ich habe das Gefühl er will eigentlich mehr, denn wenn ich ihn mal wieder richtig fordere und Lektionen reite ist er einigermaßen brav. Allerdings bekomme ich dann gleich wieder ein schlechtes Gewissen, ob ich ihm in seinem halbtrainierten Rentnerzustand dann nicht zuviel zumute. Haben sie vielleicht eine Idee?

Antwort:
Dann steigern Sie doch das Training wieder ein bisschen — nicht unbedingt, indem Sie ihn öfter dressurmäßig reiten, die Abwechslung im Gelände tut ihm gut, aber indem Sie diese Trainingseinheiten dann etwas intensiver gestalten. Es ist doch toll, wenn ein Pferd in dem Alter noch so fit ist und dem Reiter signalisiert, dass es noch nicht zum alten Eisen gehört!

Frage:

Mein Pony jetzt 20 Jahre alt, war aber im Turniersport noch nie wirklich aktiv dabei, aber sie hätte schon das Zeug L zu gehen, bis auf Kleinigkeiten, die noch nicht so gut klappen. Für ihr Alter ist sie noch mehr als topfit! Ich muss sagen, dass ich in letzter Zeit nicht mehr wirklich Lust habe, mich mit irgendwelchen Lektionen „herumzuschlagen“. Da ich privat auch viel Stress habe, unter anderem wegen meinem Abi nächstes Jahr, setze ich mich einfach lieber zum Entspannen drauf. Ich selber merke auch, dass es meinem Pony auch viel mehr Spaß macht, im Gelände mal vorwärts zu galoppieren oder in der Springstunde mitzureiten. Mir ist klar, dass das nicht ganz ohne Dressurarbeit geht. Meine Frage ist jetzt, ob es reicht, sie dressurmäßig „locker zu reiten“, das heißt Seitengänge im Schritt, Übergänge, und galoppieren am langen Zügel mit aufgewölbtem Rücken oder ich sie noch richtig fordern muss mit Versammlung, Traversalen usw, obwohl ich merke, dass sie dabei nicht wirklich Spaß hat und es ihr schwer fällt? Und wie würden Sie das Training dann gestalten? Ich longiere sie auch oder lass sie mal am Platz laufen und auf der Koppel ist sie sowieso jeden Tag.

Antwort:

Wir würden es genau so machen, wie Du es uns hier beschrieben hast. Hör auf Dein Pony; wenn es ihr mit dieser Arbeit gut geht, braucht sie mit 20 doch nicht mehr gefordert zu werden, und für Dich ist es doch ein Geschenk, dass sie genau jetzt, wo Dir eine stressige Zeit bevorsteht, am liebsten mit Dir „chillt“.

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