Frage:

Haben sie einen Tipp, wie ich mir Dressuraufgaben besser merken kann? Gerade wenn ich aufgeregt bin, vergesse ich manchmal Teile, deshalb liest meine Mutter immer. Mir wäre es aber lieber, wenn ich es richtig könnte.

Antwort:
Versuch, vor dem Start die Aufgabe im Kopf nochmal durchzugehen und Dir dabei vorstellen, welche Hilfen Du bei den einzelnen Lektionen gibst, damit Du die Aufgabe nicht nur auswendig weißt, sondern auch „fühlst“. Du kannst sie auch zu Fuß auf der Stallgasse oder an einer ungestörten Stelle auf kleiner Fläche abschreiten und dabei auch immer an die Hilfengebung denken. Wie gesagt, damit auch Dein Körper die Aufgabe „kann“, nicht nur Dein Kopf.

Frage:

Wie schaffen sie es, dass ihre Dressurpferde die Aufgaben nicht auswendig laufen? Immerhin gehen die Ponys fast ausschließlich die FEI-Aufgaben, und auch bei den Grad-Prix-Pferden ist die Auswahl der AUfgaben ja irgendwann ausgeschöpft. Ich als Reiter müsste jeden Tag eine Aufgabe reiten, weil ich immer sehr angespannt bin, sobald es an die Aufgabe geht. Das ist auch unabhängig davon, ob es sich um Training oder Prüfung handelt, weshalb ich wohl einfach Routine brauche.
Da mein Pferd aber schon seid Jahren L-Dressur geht, kann es die Aufgaben auswendig. Wie würden sie an meiner Stelle das Problem angehen?
Ich dachte mir es wäre sinnvoll, einfach Aufgaben zu reiten, die ich mir selbst ausgedacht habe oder die aus einem anderen Land stammen. Was halten sie davon?

Antwort:

Wichtig ist, dass das Pferd auf Dein Kommando wartet! Es darf ruhig wissen, was kommt, nur solltest immer noch Du ihm sagen, ab wann es zulegen oder eine Lektion machen darf! Es hilft gar nichts andere Prüfungen zu üben. Sobald Du wieder seine „erkennbare“ Prüfung reitest, wird Dein Pferd es sofort merken. Viele Übergänge, mal eine Volte zwischendurch, mal den Außengalopp über „A“ hinausreiten und erst nach der kurzen Seite wechseln oder mal im Außengalopp bleiben statt eines fliegenden Wechsels — solche Durchlässigkeitsübungen können Wunder bewirken.
Wir freuen uns schon, wenn die Pferde wissen, was kommt, dann sind sie richtig motiviert und freuen sich auch, dass sie die Aufgabe meistern können.

Was die Nervosität des Reiters betriff — siehe oben.

« Zum Verzeichnis von A-Z