Frage:

In der letzten Saison bin ich A-Dressuren geritten, und wir arbeiten jetzt auf L hin. Allerdings habe ich ein großes Problem auf der linken Hand. Sobald ich auf der linken Hand reite, verkrampft sich meine innere Hand und ich komme nicht mehr richtig in die Bewegung meines Pferdes rein. Dies wirkt sich sehr negativ auf mein Pferd aus, sodass es mir große Schwierigkeiten bereitet. Nun bin ich auf der Suche nach guten Übungen für meine Hände. Haben Sie eventuell ein paar Tipps für mich?

Antwort:
Hast Du schon einmal ausprobiert, ob das auf einem anderen Pferd auch so ist? Es kann daran liegen, dass sich Dein Pferd links fest macht (wenn es auf einem anderen Pferd besser klappt, würde es ja darauf hindeuten) oder daran, dass Du vielleicht eine Verspannung in der Schulter oder im Rücken hast. Am besten besprichst Du das Problem noch einmal mit Deinem Reitlehrer. Wenn es an Dir liegt, hilft Dir vielleicht auch einmal ein Besuch beim Physiotherapeuten.

Frage:
Ich habe ein Problem mit meinem siebenährigen Sandro-Hit-Wallach: Er ist aufgrund seiner Größe (ca. 180) erst sehr spät eingeritten worden. Zwischenzeitlich befand er sich ein Jahr nur auf der Weide, in der zeit ist er deutlich mehr „Pferd“ geworden und sehr selbstbewusst. Jetzt reite ich ihn seit ein paar Monaten wieder. An sich ein sehr leichtrittiges und cleveres Pferd, jedoch nicht ganz einfach, sobald es ans Arbeiten geht. Momentan ist mein Hauptproblem, dass er sich auf der rechten Hand immer nach links verwirft und insgesamt sehr unzufrieden im Maul ist. Ich reite haupsächlich Übergänge, um ihn durchlässig zu bekommen und muskulär aufzubauen. Haben Sie vielleicht einen Tipp für mich?

Antwort:
Das kann verschiedenste Ursachen haben, die sich per Ferndiagnose nicht klären lassen. Was man überprüfen sollte: Sitzt der Reiter auf der rechten Hand anders als auf der linken? Ist die Ausrüstung in Ordnung, oder ist vielleicht die Polsterung am Sattel schief geworden? Passt der Sattel überhaupt noch, wenn das Pferd so gewachsen ist? Ist das Pferd mit dem Gebiss zufrieden? Sonst vielleicht mal ein dünneres/dickeres/doppelt gebrochenes/einfach gebrochenes ausprobieren (oder auch den ST-Zaum, der das Gebiss vom Genick abkoppelt und den Druck vermindert). Hat das Pferd vielleicht rechts eine verstopfte Ohrspeicheldrüse? Oder sitzt der „Haken“ vielleicht gar nicht am Kopf, sondern im Lendenwirbelbereich? All diese Punkte sollten gemeinsam mit Trainer, Tierarzt und Physiotherapeut durchgesprochen werden — kleine Ursachen haben da oft große Wirkung (unter Umständen mit weitreichenden Folgen für die ganze weitere Laufbahn des Pferdes).

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