Frage:

Ich habe einen 15 Jährigen hessischen Wallach. Er ist bis M ausgebildet und sehr sensibel. Dank meiner Mama hat er richtig schön viel Muskeln aufgebaut.
Letzte Woche wollte ich mit ihm eine Galopp-Pirourette springen, allerdings schafft er nicht mehr als so 3 Sprünge, und dann bleibt er abrupt stehen, weil wohl er und ich keine Kraft mehr haben. Wie bekomm ich es hin, dass er mehr Kraft in der Hinterhand bekommt?

Antwort:
Galopp-Pirouetten „springt“ man nicht einfach so, wenn das Pferd sie noch nicht kann. Es gibt mehrere Möglichkeiten, dahin zu kommen, aber sie haben alle etwas mit höchster Durchlässigkeit und Versammlung zu tun. Fang erst einmal damit an, dass Du ihn in den Ecken so weit zurück nimmst wie Du kannst (über den Sitz, nicht ziehen!), dann kannst Du versuchen, die Ecken wie eine Viertelpirouette zu reiten. Das geht aber nicht in einer halben Stunde, sondern dauert Wochen. Dann die Arbeitspirouetten. Dafür verkleinerst Du den Zirkel im Travers — aber erst einmal immer nur ein paar Sprünge und dann wieder raus. Es gibt auch Reiter, die die Galopp-Pirouetten aus dem Schritt entwickeln, also erst eine Schritt-Pirouette reiten und dann daraus angaloppieren. Das alles solltest Du aber nicht ohne Reitlehrer probieren. Gerade wenn das Pferd sehr sensibel ist, ist es sonst auch schnell frustriert.

« Zum Verzeichnis von A-Z