Frage:

Mich würde interessieren welche Gebisse die Pferde (vor allem Semmiekes Ponys) tragen. Viele im Stall empfehlen die Gebisse von Sprenger und Nathe, lohnt sich der hohe Preis da? Und haben die Nathe-Gebisse eine weichere Wirkung als einfach oder doppelt gebrochene?

Antwort:

Wir benutzen Gebisse von verschiedenen Marken. Natürlich ist das Angebot von Sprenger sehr groß, wodurch man schneller zu diesen Gebissen greift. Das heißt nicht automatisch, dass Gebisse anderer Marken schlechter sind.

Sowohl bei einem Metallgebiss als auch beim Nathe-Gebiss sollte man immer auf den Verschleiß achten (der bei den ganz billigen Anbietern tatsächlich schneller einsetzt; bitte hier besonders regelmäßig schauen, ob die Kanten der Löcher, durch die die Ringe laufen, nicht scharf werden).
Nathe-Gebisse gibt es in verschiedenen Variationen. Nur wenn ein Pferd schön kaut, sind diese Gebisse zu empfehlen. Sie sind dicker und weicher für das Pferdemaul. Goldi, Domino und Deveraux fühlen sich damit z.B. richtig wohl.
Die Gefahr ist, wenn ein Pferd nicht so gerne kaut und dadurch keinen Speichel entwickelt, dass es wie ein Radiergummi wird.
Der Verschleiß ist auch deutlich höher als beim Metallgebiss.

Frage:
Können Sie mir vielleicht erklären, wie das Baucher-Gebiss funktioniert und wieso Sie darauf umgestiegen sind?

Antwort:
Das Baucher-Gebiss hat die etwas ruhigere Lage einer Knebeltrense und gleichzeitig eine leichte Hebelwirkung aufs Genick. Semmieke benutzt es nur manchmal in der Prüfung, im Training nehmen wir Wassertrensen. Es ist für uns so etwas wie eine Zwischenstation auf der Suche nach der optimalen Lösung für Semmies Sitz und Goldis Zufriedenheit, ersetzt aber auf keinen Fall das Arbeiten am unabhängigen Sitz und an der reellen Anlehnung, die schließlich vom Pferd kommen muss und nicht vom Gebiss.

National ist das Baucher-Gebiss nicht zugelassen.

Frage:

Ich habe ein Problem. Ich habe ein Pferd, das bis Grand Prix platziert ist, jedoch seit einiger Zeit das Maul aufsperrt während des Reitens mit Kandare. Haben Sie Tipps dazu?

Antwort:
Dazu gibt es einen ganzen Katalog von Fragen, die Du abchecken solltest: Sind die Zähne in Ordnung? Die Halswirbelsäule, das Genick? Sitzen Zaum und Gebiss korrekt? Der Sattel? Wird das Pferd von denselben Personen geritten wie vor dem Problem, oder hat sich da etwas geändert?
Am besten reitest Du es einem erfahrenen Physiotherapeuten oder Tierarzt vor, der dann die Checkliste mit Dir durchgehen kann.

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