Frage (an Gonnelien):

Hatten Sie in Ihrem reiterlichen Leben schonmal so eine richtige Krise, z. B. in mentaler Hinsicht? Und wenn ja, wie haben Sie das gelöst? Ich meine, jetzt sind Sie nicht nur als Reiterin sondern auch Trainerin so erfolgreich, da haben Sie doch bestimmt Strategien für solche Fälle, oder?

Antwort:

Selbstverständlich hatte ich auch mal während meiner aktiven Reitzeit dieses „das löse ich nie“-Gefühl.
In dieser Zeit baucht man seine Familie/Freunde noch mehr, weil sie an einen glauben. Dieser Glaube ist der Schlüssel zum Weitermachen. Ich habe mir vorgenommen, keine negativen Einflüsse aufzunehmen. Presseartikel wurden sofort ungelesen auf die Seite gelegt.
Jetzt als Trainerin bin ich natürlich durch die Jahre auch erwachsener geworden und macht es mir nichts mehr aus, wenn der eine oder andere Presseartikel nicht so ist, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich lese sie und vergesse es wieder. Mittlerweile sehe ich die Neider als meine beste Anerkennung an. Es motiviert mich noch mehr, es besser zu machen, auch die bösen Zungen sind mir ein Ansporn.
Wir müssen niemanden etwas beweisen, weil wir es nur für UNS machen! Wir freuen uns jeden Tag darauf und darüber, mit unseren tollen Pferden/Ponys zu arbeiten und lernen immer noch fast täglich auch dazu 🙂
Es gibt also keine Strategie, nur den Glauben!

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