Frage:

Ich habe ein Problem beim Reiten, und zwar reite ich auf A-L Niveau wurde auch bei meiner ersten L-dressur platziert. Auf der linken Hand bekomme ich mein Pferd fast nicht an den äußeren Zügel, also ich bekomme keinen Druck drauf. Auf dem inneren Zügel habe ich sehr viel mehr Druck. Wenn ich den inneren Zügel vorgebe ändert sich das Problem nicht, sie dehnt sich dann an den inneren Zügel. Wenn ich sie mehr versammele, merke ich das Problem nicht mehr so stark, allerdings ist es ein großer Unterschied zur rechten Seite, wo ich außen viel mehr Druck habe. Außerdem läuft sie mir wenn ich nicht versammelt reite, über die Schulter weg oder verkleinert den Zirkel. Ich vermute mal, es liegt daran, dass ich schief sitze und meinen Oberkörper nach außen drehe, sprich, meine innere Schulter ist immer vorne. Denken Sie, das könnte das Problem sein? (Gesundheitliche Probleme des Pferdes sind es nicht, ich habe dieses Problem auch bei anderen Pferden.)

Antwort:

Das Problem hast Du ja schon selbst gut beobachtet und erkannt, nämlich dass Du gegen die Bewegung sitzt. Das solltest Du mit Deinem Reitlehrer besprechen, dass er Dich da sehr akribisch immer und immer wieder korrigiert. Dieses Problem bekommt man ohne Hilfe von unten kaum weg, und es ist keine Kleinigkeit. Immer daran denken, dass die Reiterschulter parallel zur Pferdeschulter bleibt! Erinnere Dich vor allem auf der schwierigeren Hand notfalls im Training selber daran, die Zügel wie beim Fahrradfahren (aber mit aufrechter Hand) breit zu führen und die innere Hand deutlich innen zu halten. Beginne eine Übung immer auf der Hand, auf der es besser klappt, und reite erstmal immer nur kürzere Abschnitte auf der schwierigeren Hand, damit Du Dich nicht verkrampfst.

Frage:

Mein Problem ist es, dass ich ständig nachgreife und mein Pony dadurch unruhig im Genick wird. Wie kann ich das abstellen?

Antwort: Warum greifst Du denn ständig nach? Frag Deinen Reitlehrer, ob es für Dich sinnvoll sein könnte, Teile der Reitstunde mit einer „Zügelbrücke“ zu reiten. Dazu führt man das sonst hängende Ende des linken Zügels wie eine Brücke über den Pferdehals zur rechten Hand und das Ende des rechten Zügels genauso zur linken Hand. Damit sind die Reiterhände „fixiert“, denn beim Nachfassen würde sich die Brücke lösen. Das ist natürlich keine Dauerlösung für feines Reiten, kann aber bei Deinem Problem der unruhigen Hände helfen, wenn es mit in den Unterricht mit eingebaut wird.

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