Frage:    
Mein Pferd (6 Jahre) wurde leider mit sehr harter Hand eingeritten, ich vermute einmal, dass er daher einen Zungenfehler hat. Für mich als Springreiterin ist das eigentlich nicht so wichtig, weil er im Parcours einen sehr guten Job macht. Trotzdem würde ich hin und wieder auch mal gerne eine kleine Dressur reiten. Leider kommen wir über 5er Noten aufgrund des Zungenfehlers nie hinaus, was sehr schade ist weil er sehr schöne GGA hat.
Ich habe schon sehr viel ausprobiert, sämtliche Gebisse und Reithalfter, Honig, Zucker und Bananen vor der Prüfung. Leider hilft nichts. Übrigens streckt er sogar beim Longieren ohne Gebiss die Zunge raus. Vielleicht haben sie ja noch einen Tipp für mich?

Antwort:  
Da ist es wohl mit Tipps wie Bananen oder Zückerchen nicht getan. Wenn Du wirklich mit dem Pferd Dressurarbeit machen möchtest (die Dir auch beim Springen helfen wird), musst Du komplett zurück zur Basis. Nimm eine ganz normale Wassertrense, vergiss alle Lektionen und schau erst einmal, dass Du das Pferd mit dem inneren Bein so an den äußeren Zügel bekommst, dass es sich von selbst ans Gebiss herandehnt und zu kauen beginnt. Achte unbedingt darauf, dass Du immer und immer wieder mit dem inneren Zügel nachgibst, reite Wendungen und Übergänge, verlasse ruhig auch mal die Bahn und versuche, es im Gelände vorwärts-abwärts zu reiten. Das ist bei einem einmal verrittenen Pferd ein großes Geduldsspiel, das sich aber auf jeden Fall lohnt.
Zwei „Tipps“ aber doch noch: Vielleicht lässt Du einmal einen Physiotherapeuten auf das Genick und die Ohrspeicheldrüse schauen; vielleicht ist da etwas nicht in Ordnung. Und um Dir das reelle Herandehnen zu erleichtern, kannst Du auch den ST-Zaum ausprobieren, der dem Pferd den Druck aus dem Genick nimmt.
Der wichtigste Gedanke bei der Arbeit muss sein, das Pferd generell weg von der Hand und vor das Bein zu bekommen. Viel Erfolg!

Frage:  
Was machen Sie mit Pferden, die gerne mal mit der Zunge spielen? Ich habe teilweise das Problem (gerade in der Siegerehrung, manchmal aber auch so), dass mein Pferd die Zunge drüberzieht und man da einfach „machtlos“ ist – komme ich mehr mit Kreuz und Bein in dem Moment, bockt er richtig los, und werde ich mit der Hand einmal etwas konkreter in diesem Moment, rast er los und entzieht sich total, was wirklich kein schönes Gefühl ist. Leider bekomme ich nicht immer von allen Richtern Dispens für die Siegerehrung (wenn er gewinnt, ist er artig, und wenn er „nur“ platziert ist, lässt er gerne die sogenannte Sau raus).

Antwort:  
Leider passiert es hin und wieder, dass Pferde unter Spannung ihre Zunge über das Gebiss schieben. Das passiert, wenn man keine Verbindung zum Pferdemaul bekommt. In der Siegerehrung kann es helfen, Schritt zu reiten, in der normalen Arbeit solltest Du darauf achten dass das Pferd zu jeder Zeit deine Hand sucht (ein paar Tipps dazu stehen oben).

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