Leider konnten wir Euch nicht jeden Tag etwas über Arezzo berichten, da wir ganz schön viel Stress hatten. "Zwischendurch" waren wir nochmal zu Hause, um unsere Pferdchen zu trainieren.

Vielleicht war das auch gut so, da wir uns ja sonst zu Hause auch nicht den ganzen Tag um Cosmo kümmern können. So hatte er seine verdiente Ruhe und konnte seinen Tag genießen.

Schon die Trainingseinheiten verliefen an allen Tagen hervorragend! Cosmo entwickelt sich immer mehr zum Turnierpferd; auch das ständige Wechseln der Vierecke nimmt er immer gelassener.

Nur vor seiner Prüfung haben wir auf das 10-Minuten-Viereck verzichtet. Da Cosmo erst fünf Turniere bei den Jungen Reitern gegangen ist, möchten wir ihn mit seinen erst 7 Jahren nicht überfordern! Wir versuchen, alles so zu machen, wie er es gewöhnt ist!

Das lange Warten bis 17:15 (wo Sven anfangen wollte, ihn zu putzen), war schon "hart". Das Wetter sah immer schlechter aus, und dann kamen die ersten richtigen Windböen und Regen

Cosmo ist ein sehr sensibles Pferd; es ging uns dauernd durch den Kopf: "Wie wird er mit diesem Stress umgehen?" Sönke dagegen nutzte seine Zeit und ruhte sich schön im LKW aus. Er bekam nichts vom Wetter mit 🙂

Sven war ein paar Mal mit Cosmo durch den Wind spazieren. Er nahm es gelassen … doch ein Vorteil, dass er zu Hause bei Wind und Wetter draußen auf sein Paddock geht und die wehenden Fahnen auf unseren Reitplatz kennt.

Leider hatte mehrere Reiter Pech, weil die Viereckumzäunung nicht hielt bei diesem Unwetter. Das Viereck wurde befestigt, und auch die Musikboxen klangen nicht mehr so wie es sich eigentlich gehört. Sie wurden dann umgehend ausgemacht. Schade, denn ein bisschen Hintergrundmusik beruhigt auch schon mal!

Schön, dass es ein überdachtes Viereck gibt. Das ist das Viereck, wo man nur für die Prüfung abreiten darf, danach darf man auf das "10-Minuten-Viereck“. So wurden die beiden nicht nass. Das Wetter sah langsam etwas besser aus, und pünktlich zu Sönkes und Cosmos Auftritt war es immerhin bis zur Galopp Tour trocken.

Trotz der Fehler in den Vierern war es für einen „Springreiter" mit seinem 7jährigen Pferd (und damit das jüngste Pferd in dieser Prüfung) eine Wahnsinns-Leistung!

Mit 75,6% haben die beiden Deutschland ein ganzes Stück näher Richtung Goldmedaille gebracht. Es wurde gerechnet und gerechnet, und es kam raus, dass die letzte Niederländerin 76,5% hätte reiten müssen, um Deutschland die Goldmedaille noch zu nehmen.

Es regnete und regnete … der Veranstalter entschied für die Pferde, und die Siegerehrungen fanden im VIP Zelt statt. Toll! Es war toll dekoriert, und es wurde richtig gejubelt und gefeiert.

Während der Pressekonferenz wurde Sönke gefragt, wie er sich fühlt zwischen so vielen Mädchen. Er antwortete mit einem Smile, kurz und sagte: "It is a pleasure to have so many girls around me!"

Darauf bekam er mal wieder richtig Applaus 🙂

Mit zwei Goldmedaillen für Deutschland hatten wir richtig was zu feiern! Es wurde ein wunderschöner Abend.

Heute morgen saß Sönke schon wieder recht früh, als erster Deutscher, um 8:30 Uhr auf seinem Traumpferd. Herr Meyer zu Strohen fragte Sönke, wie es sich anfühlt auf so einem Pferd zu sitzen, das so Tolles am Vortag geleistet hat. Sönke hat gegrinst und seinen Cosmo liebevoll gelobt. Er hat heute auf Trense trainiert, und nach der Lösungsphase ritt er ein paar Lektionen aus der Einzelaufgabe durch.

Unser Dank gilt auch ganz besonders an Hans-Heinrich Meyer zu Strohen, der Sönke immer wieder tolle Anweisungen gibt, Olli Oelrich, Dr. Merz, Maria Chef d’Equipe, Stefanie, die Cosmo rund um die Uhr verwöhnt, Sarah und Sanni für die Glückszöpfchen und Semmie für das Daumendrücken 🙂

Jetzt düsen wir wieder zum Flughafen nach Florenz, um unserem Flug nicht zu verpassen.

Zu Hause warten schon wieder die Pferdchen auf uns 🙂

Bis dann

Die Rothenbergers