Teamgold für Deuschland — Wahnsinn … Was für ein Krimi!

Obwohl nach dem ersten Tag der Vorsprung zum britischen Ponyteam nur minimal war, sind wir gestern guter Dinge in den Tag gestartet. Leider hatte Maike mit Desert Rose speziell in der Galopptour mit Spannung zu kämpfen. Schade, aber der Sport geht weiter, und wir haben noch nichts verloren!

Jetzt erlebte Semmie, was es heißt, als letzter anzutreten! Alle Augen waren auf die beiden gerichtet. Deini fing spitze an, als hätte er’s gewusst. Semmies Ziel war es, eine kontrollierte Runde zu reiten.

Phoebe war mit unter 77% aus der Prüfung gekommen. Jeder war schon am rechnen, was Semmie und Deini jetzt reiten mussten. Wir bekamen das glücklicherweise nicht mit. Das lenkt nur ab!

Als die beiden um das Viereck tanzten, stiegen mir schon die Tränen in die Augen … was für ein geniales Pony, und wie Semmie es schafft, ihn so glänzen zu lassen, und wie schön sie mittlerweile auf ihm sitzt. Toll! Es ging mir kurz durch den Kopf … ist das das letzte Mal auf einer Pony-Euro? Wie sieht es nächstes Jahr aus? Junioren, oder Pony? Nein, sagte ich mir … hör auf, und genieße es.

Ich stand mit Frau Endres an der kurzen Seite, und wir bekamen das Livescoring deshalb nicht mit.

Riesenapplaus! Wir waren sehr zufrieden, und auch wenn ich die Note nicht wusste, war ich mir sehr sicher, dass sie weit über 77% lag.

So kam es dann auch. Auch Semmie kullerten kleinen Tränchen über die Wangen … wir mussten alle mitheulen … Sie war so erleichtert und wiederholte immer wieder: "Was für ein Pony!" Er hat wirklich alles gegeben.

Als sie ihn anschließend locker nacharbeitete, dachte ich mir nur, wie oft hat Deini das deutsche Team schon "gerettet"! Mit seinem Charme, drei guten Grundgangarten und seiner überragenden Einstellung ist er einfach genial!

Wahnsinn … mir fehlen die Worte.

Mit über 3% Vorsprung war der Sieg jedenfalls plötzlich wieder deutlich. Lachen musste ich nur über einen Pressebericht, in dem Deini als Routinier dargestellt wird. Letztes Jahr war er noch der Unberechenbare … hahaha …

Natürlich hat er sehr viel Erfahrung, aber Deini ist das letzte Pony, das mal eben seinen Job alleine macht. Durch seinen Ehrgeiz und seine super Einstellung muss man ihn manchmal auch mal bremsen :-)))

Am LKW wurde gefeiert, und das Team hatte viel Spaß – liebe Grüße gab’t auch vom Team zu Hause. Toll, dass meine Mutter und meine Schwester mit ihrem "Anhang" extra für Semmie nach Millstreet gereist sind, um die beiden zu unterstützen! Semmie fühlt sich dadurch schon sehr geborgen.

Für die Einzelwertung wurde gelost wie schon in Fontainebleau: alle in einen Pott. Das Ergebnis — Semmie reitet als einzige aus dem deutschen Team am Samstag.

Also Freitag ausschlafen und Deini erst am späten Vormittag ein bisschen bewegen.

Bis dann,

Gonnelien