Nach Balve ging es direkt weiter für Semmie zu den Future Champions.

Es war hilfreich für uns, dass sie nur mit einem Pferd an den Start gehen musste. So sind wir von Balve aus hin und her gefahren, um unseren Mädchen beim Training zuzuschauen.

Wir hatten uns für Daisy entschieden, da wir nach Warendorf noch das ein oder andere ausprobieren wollten. Geisha dagegen ist dieses Jahr bis jetzt ungeschlagen (außer in Kronberg, wo sie Daisy den Vortitt lassen musste). So wurde das Training zu Hause auf nur drei Pferde beschränkt: Daisy und Sannis Pferde, Devil und Wolki.

Am Mittwoch, dem 8. Juni, reisten Sven, Alex und Daisy morgens los. Semmie schrieb noch eine Arbeit, und so fuhren wir direkt von der Schule aus nach Hagen. Den Vet Check für den CDIO der Junioren schafften wir deshalb nicht, aber das hatten wir schon mit den betreffenden Personen geklärt, und so durfte Semmie ganz am Schluss mit Daisy zum Vet Check erscheinen. Toll, das ist eben Hagen! Sie versuchen immer, es den Reitern und Pferden recht zu machen.

Abends war das Viereck für die CDIO-Pferde offen, und so marschierte Semmie mit Daisy über das wunderschöne Gelände zum Hauptviereck. Alle Prüfungen des Junioren-CDIO fanden im Almased-Viereck statt.

Um das Stadion herum liegt eine schöne Rennbahn, die wir nach dem Training noch für eine schöne Schrittrunde nutzten. Daisy gefiel es :-)))

Die Mannschaftsaufgabe …

Semmie und Daisy waren ein bisschen schnell unterwegs, und so entstanden ein paar Störungen – die größte kam beim Rückwärtsrichten, wo sich Daisy die anderen Pferde auf dem Gartenviereck anschaute, deshalb Semmies Hilfe zuerst nicht registrierte und darauf heftig erschrak.

Tja, das kostete unglaublich viele Punkte … und so blieben sie unter der 70%-Marke.

Als Streichergebnis für das Goldene Team aus Deutschland, rappelten wir uns wieder auf und machten einen Plan, wie es tags darauf beim Einzel weitergehen sollte.

Semmie war hochmotiviert und ließ sich durch eine Niederlage nicht verunsichern. Nur durch Fehler wird man besser! Da es nicht das erste Mal war, dass ihr so etwas passiert ist, nahm sie es gelassen und ging die Sache mit Routine und Selbstbewusstsein behutsam an.

Spitze!!!

Da ist sie wieder … mit 75,219% kam kein anderes Paar an ihr vorbei!

Für den Samstag stand keine Prüfung an, uns so wurde Daisy morgens von Semmie nur am Halfter longiert. Sven und ich fuhren zum zweiten Mal wieder nach Hause, um Sanni beim Training für ihre Euro zu unterstützen (zu der wir schon drei Tage später mit ihren Pferden wieder nach Hagen fahren würden).

Nach hervorragendem Training beschlossen wir, ihren Pferden am Sonntag reitfrei zu geben. So konnten wir uns noch einmal optimal auf Semmie mit Daisy und ihre neue Kür konzentrieren.

Semmie schaute ihre Kür auf dem Laptop mehrfach durch, um genau zu wissen, wo sie wann sein muss. Bei Semmie mache ich mir um die Kür nie so große Sorgen, da sie unglaublich gut improvisieren und sich ihre Küren sehr gut merken kann. Ihr Vorteil ist dabei bestimmt, dass sie ihre Küren selber macht und sich da auch nicht hineinreden lässt :-)))

So gelang ihr das auch dieses Mal wieder. Wahnsinn, fast hat sie die 80% gehabt!

Toll, wie sie ihre Daisy über die Tage immer mehr auf ihre Seite bekommen hat! Das nenne ich professionell!

Mit einem sehr guten Gefühl ging es wieder Richtung Frankfurt. Semmies Pferde haben jetzt ein paar Tage Pause, und nach Sannis Start bei der U25-EM werden wir das Training mit den beiden Stütchen wieder aufnehmen und freuen uns dann auf ihre Euro in Spanien!