Wer hätte das glauben können?

Schon 2007 konnte Sanneke in Kronberg beide Alterklassen gewinnen, damals mit Konrad und Paso Doble. Danach wurde das nie mehr erreicht … bis Semmie kam 🙂 Sie schaffte es, mit Deinhard und Geisha beide Touren zu gewinnen. Wahnsinn, Semmie :-)))

Mit ihrem Ehrgeiz, ihrem Fleiß, ihrer Zuverlässigkeit und ihrer Eleganz gelingt ihr immer wieder das fast Unerreichbare. Zwei Wochen Osterferien kostete sie ganz aus. Nie war es für sie zu früh. Da für Sven die Arbeit rief, fand das Training im Morgengrauen statt. Drei Pferdchen scharrten mit den Hufen und wollten unbedingt mit dabei sein Auf Semmies Wunsch schauten wir beide das Training an und korrigierten bei Bedarf.

Auch fanden wir es großartig, wie Johannes, Marie und Valentina während der Osterferien mit uns fleißig weiter trainiert haben. Super! Das Schönste war die Frage von Johannes: „Reiten die Rothenbergers am Ostermontag? Glaubt ihr, ich darf Sven fragen, ob er mit mir trainiert?“ Worauf Nici Pistner lachte, und (weil sie uns schon länger kennt) mitteilte: „Wenn so ein wichtiges Turnier ansteht, wird bei den Rothenbergers ganz normal weiter trainiert!“ :-)))

So kam es auch, bis zum Mittag standen wir auf dem Platz. Unser Osteressen musste warten und fand erst nach dem Trainieren statt (und hat dann um so besser geschmeckt!).

Danach kam der große Schock: Goldi lahmte! Da wir bei Goldi so etwas gar nicht erwarteten, waren wir allen sehr erschrocken ;-( Sie wollte hinten gar nicht mehr auftreten. Wir dachten sofort an ein Hufgeschwür. Da wir keine Zeit verlieren wollten, wurde Goldi sofort in die Klinik gefahren. Das Ergebnis: Eine Hufprellung am Hinterfuß. Wir konnten es uns nur so erklären, dass sie jetzt in die Rosse gekommen ist und deshalb ihren Nachbarn nicht mehr so gerne mag (vor allem nicht während der Futterzeiten, wo Goldi sehr unangenehm sein kann). Dabei muss sie so richtig ausgetreten haben. Dieses Verhalten kennen wir bei Goldi. Unsere Prinzessin halt :-)))

Da eine Hufprellung sehr schmerzhaft sein kann, bekam sie ein paar Tage Ruhe, wobei ihr die Eisen abgenommen wurden. Leider war die Zeit zu kurz, um sie in Kronberg noch vorstellen zu können. Wir waren alle sehr traurig, da Marie Goldi so schön am Laufen hatte.

Das Eisen ist mittlerweile schon wieder drauf, aber Goldi sollte sich so bewegen, wie sie es möchte. Dewegen steht noch kein richtiges Training an, und Vechta kommt leider auch noch zu früh. Ich bin sehr froh, das Goldi und Marie international mit Ergebnissen über 74% schon gezeigt haben, dass bestimmt dieses Jahr mit den beiden zu rechnen ist. Marie, Kopf hoch!

Für uns ging das Training weiter, und am Dienstag ging es dann auf den Schafhof. Unter Leitung des hessischen Landestrainers Heinz-Günter Scholten fand wie schon in den vergangenen Jahren ein Vorbereitungstraining dort statt. Dafür möchten wir uns ausdrücklich beim hessischen Landesverband bedanken. Selbstverständlich auch bei Ann Kathrin und Klaus, die so großzügig waren und ihre Anlage wieder für die hessischen Reiter zur Verfügung gestellt hatten, mit Kaffee, Tee, Getränken und leckerem Kuchen. Danke!

Zurück zu Semmies „Rekord“: Der Sonderehrenpreis für den besten Reiter ist ein Wanderpokal. Dazu sucht Ann Kathrin Linsenhoff immer ein besonders schönes Stück aus, das ihre Mutter Liselott Schindling-Rheinberger einmal gewonnen hat. Wenn man es schafft, diesen Sonderehrenpreis dreimal hintereinander zu gewinnen, geht er in den Besitz der Reiter über. So konnte Sanneke mit Konrad 2007 ein Silbertablett, das Frau Schindling-Rheinberger 1970 in Berlin gewonnen hatte, mit nach Hause nehmen. Wir brachten den heiß begehrten Sonderehrenpreis, den Semmie jetzt schon zweimal im Folge gewinnen konnte, rechtzeitig auf den Schafhof zurück. Aber wir wussten natürlich, dass Semmie es so wie Sanni 2007 mit Konrad durchaus schaffen konnte, diesen besonderen Preis für sich zu gewinnen.

Auf dieser edlen Silbervase stehen viele bedeutende Reiternamen eingraviert, und das Schönste ist, dass diese Vase mit Sannis Name 2008 ganz oben anfängt. Für solche Ehrenpreise steht man doch gerne früh auf, denn man möchte sie nicht so einfach aus der Hand geben 🙂

Am Freitag trainierten wir morgens noch in alle Ruhe zu Hause, und mittags ging es dann wieder Richtung Kronberg. Robbie, Tracy und Steffi waren morgens schon früh auf dem Schafhof eingetroffen, um die Stallungen für Semmies Pferdchen perfekt vorzubereiten.

Ab 15:00 durfte man auf’s Hauptviereck. Semmie fing mit Geisha an. Eine lockere Runde drehten beiden auf dem wunderschönen Außenplatz der Familie Linsenhoff-Rath. Mit neuen Richterhäuschen sah alles wie immer vom Feinsten aus.

Danach war Deini dran. Irgendwie hatte er wohl noch nicht so das Gefühl, dass er auf einem Turnier ist, und Semmie musste ihn schon mal aufwecken.

Mit Paso als letztem Pferd kann man nur glücklich sein, da das Reiten bei ihr überhaupt nichts mit Kraft zu tun hat. Nur Gefühl 🙂 Wie toll!

Trotzdem geht nach drei Pferden auch bei Semmie selbstverständlich langsam die „Batterie“ aus – nicht zuletzt ist es ja auch Konzentrationssache! So beschlossen wir, uns sofort auf dem Weg nach Hause zu machen und für den morgigen Tag ausgeschlafen zu sein!

Am Samstag ging es schon früh mit den Junioren los. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir morgens das Training auf dem Hauptviereck schon mal ausgelassen haben. Semmie hatte Glück … ihre drei Pferdchen fühlten sich auf diesem Viereck so wohl, dass wir dieses Training ausließen.

Semmie ritt Geisha sehr harmonisch durch das Viereck, was am Ende den Sieg und … ein persönliches Bestergebnis bedeutete. Super!

Mit Deini hatte sie sich etwas vorgenommen, was ihr leider nicht ganz gelang. Dennoch lief er eine sehr korrekte Prüfung. Mit fast 76% stand Deini weit vorne, und so konnte Semmie sich dann ganz auf ihre Ponystute konzentrieren.

Während Semmie Paso sattelte, war Valentina schon mit Champie auf dem Abreiteplatz und löste ihren Professor in aller Ruhe. Das sah schon sehr gut aus, wobei die zwei Wochen Training nach den Süddeutschen eine deutliche Verbesserung gebracht haben. Toll Valentina!

Und so sahen die Richter das auch: Die 70%-Marke wurde überschritten, und das mit nur 11 Jahren. Toll! Und eine Platzierung in diesem sehr starken Teilnehmerfeld. WOW :-)))

Während Valentinas Prüfung fing Semmie langsam mit Paso an. Toll ging sie, in der Prüfung draußen noch deutlich besser als in der Halle 🙂 Das freut uns. Am Ende war es für die beiden Hübschen der dritte Platz. Super!!!

Mit einer Siegehrung im strahlenden Sonnenschein war der Tag so gut wie perfekt.

Aber … die Jungen Reiter kamen noch. Johannes und Dante!

Nach einem schönen Mittagslunch im Casino der Familie Linsenhoff- Rath ging es dann für Sven an die Arbeit. Wir allen unterstützten ihn, Johannes und Dante und schauten intensiv während des Abreitens zu. Was für ein Pferd 🙂 Johannes ritt eine sehr konzentrierte Prüfung und wurde mit knapp unter 70% platziert. Super, und das mit einem erst 7jährigen Pferd!

Wir verzichteten auf den im Casino organisierten schönen Reiterabend, da wir gerne den nächsten Tag genau so konzentriert beenden wollten.

Wieder waren die Junioren als erste dran, die Einzelaufgabe, die Geisha deutlich besser gefällt als die Mannschaftsaufgabe. Mit über 74% brachte Geisha Semmie deutlich an die Spitze. Was für ein Traumpferd, das sich von seiner zierlichen Reiterin toll durch die Prüfung reiten ließ!

Auch für Deini ist die Einzelaufgabe „seine“ Aufgabe. Immerhin hält er immer noch den Weltrekord in dieser Prüfung mit 81,220%! Deutlich besser als gestern zeigte sich Deini, noch nicht ganz in seinem Bestform, aber schon auf einem sehr hohen Niveau. Fast 78%! Damit kam der Sonderehrenpreis für Semmie und Deini immer näher 🙂

Während des Abreitens lief Paso vom Feinsten, mit was für einer Eleganz und Qualität sie gesegnet ist! Definitiv eins meiner Lieblingsponys. Mit dem 4. Platz (nach mehreren kleinen Patzern) konnte Semmie sehr zufrieden sein.

Valentina bekam ein bisschen Lampenfieber und erreichte mit ihrem Champie fast 69%. Damit kann sie ganz zufrieden sein, und jetzt müssen wir abwarten, was am kommenden Wochenende in Vechta geritten wird. Dann entscheidet sich, ob sie beim Preis der Besten dabei sein darf.

Auch für Johannes und Dante wäre das Jahresziel bestimmt der Preis der Besten in Warendorf. Knapp aus der Platzierung raus, kann er auf sich und Danti sehr stolz sein.

Geisha genoss zu Hause bereits ihr Paddock, während Semmie mit Paso die Sonderehrenpreise der Ponys und Junioren in Empfang nahm. Danke, Paso 🙂

Selbstverständlich erreichen wir diese Erfolge nicht alleine!

Deshalb möchte ich mich bei den folgenden Sponsoren, Freunden,Mitarbeitern und Familienmitgliedern bedanken;

Opa und Oma Rothenberger, dass sie dieses für unsere Kinder und uns ermöglicht haben! xxx

Oma und Opa Gordijn, die aus der Ferne mitgefiebert haben!

Sven, der immer für seine Kinder da ist! Danke Schatz! xxx

Ardy, die immer die Glückszahlen errechnet! Weiter so :-)))

Tet, die Semmie immer wieder aufmuntert, dass sie NUR Spaß haben soll! „Geniet ervan!“

Sanni, die Deini die Glückszöpchen einnäht! Sanni, Du bist einzigartig!

Sönke, der extra für Semmie aus Holland kommt, um seine kleine Schwester anzufeuern, und sein Training dadurch mal eben zurücksetzt! Danke, Sönke!

Bärbel, die alles mit mir durchmachen muss 🙂 Unsere Telefonate sind die Besten! Für Dein immer offenes Ohr danke ich Dir!

Semmies Sponsoren:

Eva Holjevac von der Firma Roeckl Reithandschuhe

Michael und Anna-Benita von der MS Reitsportagentur

Annette und Maaike von NoConcept

Samshield Reitkappen

Parlanti Reitstiefel aus Italien

Serena Nijs von Deserata

Farm and Stable

Die seelischen Betreuer für Mensch und Tier:

Für Semmies Pferdchen Ingrid, Ursula, Nathalie, Christian, Tracy!

Und das Bodenpersonal zu Hause: Steffi, Karina, Anna, Anja, Robbie und unsere starken Jungs 🙂

Steffi Thiem, die zur Zeit im Schwangerschaftsurlaub ist! Steht Dir gut 🙂

Für Semmie:

Michaela, Frau Eich und Tracy!

Danke für dieses überragende Wochenende — auf dass wir noch lange auf der Ferrari-Spur reiten dürfen! (Zitat des Bundestrainers der Junioren und Jungen Reiter, Hans-Heinrich Meyer zu Strohen.)

Schöne Frühlingsgrüße wünscht Euch allen,

Gonnelien

Bis dann …