A0383854Schade …. ein so schönes Turnier direkt vor der Haustür, und dann leider nur mit zwei Pferden am Start … eins in der Qualifikation für den Europameisterschaften in Roosendaal und eins in der Grand Prix Tour. Da nächste Woche schon die Deutschen Meisterschaften in Balve anstehen, wurde es Favourit.
Die Boxen waren schon fertig eingestreut, als wir am Donnerstag gegen 14 Uhr mit Daisy und Geisha im Wiesbadener Schlosspark ankamen. Warm war es. Sven schaffte es, die Plane im Stallzelt etwas beiseite zu schieben,
damit man am wenigsten etwas mehr Luft bekam. Aus dem LKW wurde der Ventilator geholt, und so standen unsere Pferden schön glänzend in ihren Boxen.
Nachdem wir uns sortiert hatten … in der Meldestelle waren wegen der Kopfnummern und Bändchen und Essensmarken für die Pfleger und unsere Akkreditierungen abgeholt hatten (klasse, wir werden alle nicht älter, da es immer wieder die Fotos aus den vergangenen Jahren sind), fingen wir das Training mit Daisy an.
Tapfer stampfte sie den Hügel hoch vorbei am Springbrunnen Richtung Schloss, wo sich das Hauptviereck befindet. Schon nach kurzer Zeit fing sie an stark zu schwitzen … wir fanden das ungewöhnlich. Es war zwar warm, aber, das hatten wir den letzten Tagen zu Hause im Training fast genau so gehabt. Semmie war auch nicht so recht zufrieden mit ihr. Wir beschlossen, es dabei zu lassen und sie lieber nicht unnötig müde zu machen. Sie kennt ja ihren „Job“.
Geisha dagegen war sehr wach und aufmerksam. Dieses Viereck hat es auch in sich … nicht einfach … Fahrradfahrer, spielende Kinder, tobende Hunde und ein großer Springbrunnen an der kurzen Seite. All das beeindruckt Geisha jedes Jahr aufs Neue. Semmie blieb gelassen und brachte sie dennoch zufrieden zurück zum Stall.
Da Alex leider aus familiären Gründen in Wiesbaden nicht dabei sein konnte, war Anja kurz eingesprungen. Da im Moment ein paar Leute im Stall fehlen, war Tina so lieb und stieg sofort ins Auto, um uns behilflich zu sein. Tina, Sannis „Glücksbringerin“! Seit Sannis erster Euro mit Konrad 2005 begleitet Tina uns immer wieder auf wichtigen Turnieren. Danke an Tina!!! So konnten wir beruhigt zwischen Wiesbaden und Bad Homburg hin und her fahren.
Müde fielen wir ins Bett, es war Svens Geburtstag, den wir leider nicht so feiern konnten wie wir es uns für Sven gewünscht hatten. Schatzi … das wird nachgeholt :-)))
Am nächsten Tag gab es dann eine schlechte Nachricht aus Wiesbaden: Daisy stand mit erhöhter Temperatur im Stall. Wir dachten nicht lange nach und fuhren um 6:30 Uhr mit der „Pommesbude“ nach Wiesbaden, um Daisy sofort nach Hause zu holen.
Dr. Eversfield, der zuständige Turniertierarzt, gab uns den Rat, sie sofort zu Hause mit Antibiotika behandeln zu lassen. So telefonierte Sven während der ganzen Fahrt, um alles für Daisy zu organisieren, auch damit wir herausfinden können, warum und was sie eigentlich genau hat. Auch den Bundestrainer informierten wir umgehend. Er unterstützte unsere Entscheidung voll und ganz. Die Gesundheit von Daisy geht vor!
Anja fuhr mit uns nach Hause, um die Mädchen zu Hause zu unterstützen. Semmie blieb mit Tina in Wiesbaden und kümmerte sich weiter um Geisha. Zu Hause trainierte Sanni ihre zwei Siebenjährigen, und danach hieß es warten auf Jonny, der extra auf dem Weg nach Wiesbaden bei Cosmo und Sönke einen Zwischenstopp einbaute. Auch für Favo hatte Jonny noch Zeit, und Ralph schaute bei allen Trainingseinheiten zu.
Als wir in Wiesbaden ankamen, war bei den Jungen Reitern gerade der erste Starter fertig, Luca Michels. 73 % stand auf der Anzeigetafel! Das fing ja schon mal stark an!
Wir konzentrierten uns ganz auf Geisha. Sie lief vom Feinsten.
Lange stand sie bei 78 %, bis … die Dreierwechsel kamen … die sprang sie so harmonisch, das Semmie beim letzten Wechsel in Gedanken schon bei der Schlusslinie war. Schade, schade … mit 75,368% — persönliche Bestleistung für die beiden! – wurde sie knapp geschlagen.

Fortsetzung folgt 🙂
Gonnelien