2016 war ein überragendes, unübertreffbares Jahr – Darmstadt rundete es für uns noch das letzte bisschen ab. Traum-Wetter, super Plätze … Ein wieder mal ein sehr gelungenes Turnier, umgeben von sehr netten Leuten 🙂

Dieses Jahr war die Zeiteinteilung für uns perfekt. So konnten die U-21-Teilnehmer noch einen Tag länger ihren schulischen Pflichten nachgehen. Da wir immer versuchen, unsere Kinder möglichst so wenig wie möglich fehlen zu lassen, musste Semmie leider letztes Jahr auf einen Start in Darmstadt verzichten (da ging es schon am Mittwoch los).

Zu hause schon fein gemacht -- danke, Robbie!

Zu hause schon fein gemacht — danke, Robbie!

Dieses Jahr war es anders – auch wenn wir mit unseren Nennungen spät dran waren, freuten wir uns auf das letzte Freilandturnier der Saison.

Für Sanni wird es erst einmal das letzte Turnier sein, da sie in Oktober ins Berufsleben einsteigen wird. Es ist abzuwarten, wie sie es schaffen wird, ihre Pferde auf Turnieren vorzustellen, aber natürlich hoffen wir, dass wir auch dies irgendwie hinbekommen werden. Wir lassen es auf uns zukommen.

Warten auf den Vet Check

Warten auf den Vet Check

Für Semmie wird es in den kommenden Monaten auch nicht so einfach sein, an allen Sichtungsturnieren an den Start gehen zu können. Am 28. April (bis 19. Mai) fangen für sie nämlich in der Schule die „IB Exams“ an.

Aber jetzt hieß es erst einmal, den wunderschönen Spätsommer genießen bei tollem Wetter und mit tollen Pferden.

Deveraux und Wolki wurden von Sönke höchstpersönlich nach Darmstadt gefahren. Nachmittags stand der Vet Check an, den beide Pferde mit Bravour bestanden haben. Alex blieb In Darmstadt bei den Pferdchen, und wir fuhren nach Hause, wo Semmie und Geisha abends schon auf uns warteten.

Fertig zum Spaziergang

Fertig zum Spaziergang

Ein letztes Training, bevor Semmie am nächsten Tag mittags mit Robbie und Geisha zum Turnier gefahren wurde.

Der Donnerstag war ein bisschen hektisch. Sannis Prüfung fing mittags um 14 Uhr an, und Semmie hatte mit Geisha um 15 Uhr Vet Check. Geisha wurde von Robbie schon zu Hause toll eingeflochten, so verlief alles viel reibungsloser.

Wolki lief einen hervorragenden Grand Prix! Wahnsinn … und das mit stolzen siebzehn Jahren! Mit 71,8% stand sie weit vorne. Danach schnell zurück zum Stall, wo Semmie Geisha schön aufgetrenst hatte, so dass wir keine Zeit verloren für den Vet Check, während Deveraux geduldig auf seinen Start wartete.

Vet Check – passed! Während ihre schwarze Pantherin nach „Hause“ tänzelte, bekam sie mehrere Komplimenten 🙂 Sie ist auch kaum zu übersehen: Was für eine Erscheinung!

Devil glänzte uns auch schon entgegen. Sattel, Kandare, Zucker, Fliegenspray, Rucksack … und ab zum Abreiteplatz. Devil wirkte ein bisschen nervös. Manche Lektionen mussten wir wiederholen, weil es noch nicht so gelang, wie wir es uns gewünscht hätten.

All eyes on ... Wolki

All eyes on … Wolki

Er lief einen ordentlichen Grand Prix, nur wie es sich schon beim Abreiten bemerkbar machte, schlichen sich leider auch in der Prüfung unnötige Fehler ein. Schade … so blieb er unter seinen Möglichkeiten und musste sich seiner Boxennachbarin knapp geschlagen geben.

Wir entschieden uns, im LKW zu übernachten, da Semmies Prüfung am nächsten Tag schon um 7:30 losgehen würde.

Beim Abreiten lief Geisha vom Feinsten. Man sieht, dass sich die beiden schon wieder viel weiter entwickelt haben … toll! Die Prüfung fing überragend an, im Schritt hatte sie es ein bisschen eilig, und so ging es im Galopp ähnlich weiter, wodurch ein Wechselfehler entstand. Wir waren dennoch zufrieden. Geisha war lange nicht mehr mit, und durch die späte Anreise war es für Semmie nicht mehr möglich gewesen, auf dem Hauptviereck zu trainieren – Geisha ist zwar nicht guckig, aber wenn sie den Platz gar nicht kennt, ist sie nicht ganz „in ihrer Mitte“, und dann hat sie es manchmal etwas eiliger …

Die nächste Prüfung stand erst spät an, und so beschloss Sönke, Zgander zu holen. Auch letztes Jahr hat er ihn einmal mit nach Darmstadt genommen. Wann hat man schon die Möglichkeit, unter Turnierbedingungen mit seinem Pferd zu trainieren?

Alex immer gut gelaunt -- ebenfalls danke!

Alex immer gut gelaunt — ebenfalls danke!

Letztes Jahr noch auf Trense, jetzt auf Kandare. Arbeitsbereit ist er immer, und Sönke konnte ihn immer wieder beruhigen, damit er sich auf ihm konzentrierte. Toll sah er aus … so toll, dass manche Leute dachten, es wäre Cosmo 🙂

Robbie brachte Zgander wieder nach Hause, und wir bereiteten uns langsam auf Devils erste Flutlicht-Kür vor. Mit Taschenlampen liefen wir neben ihm her. Er genoss es. So viele Menschen um ihn herum. „Der Dicke“ ganz im Mittelpunkt 🙂

Das Abreiten verlief besser als am Vortag, auch wenn er noch nicht ganz fehlerfrei und nicht so losgelassen war wie sonst. In der Kür gab er alles! Super lief er! Viele hätten ihn vorne gesehen. Egal! Wir waren mehr als zufrieden, und so konnte er mit Robbie wieder mit nach Hause (zu Hause schläft es sich eben doch am besten).

Semmie machte morgens früh schon tapfer ihre Hausaufgaben, bevor sie Richtung Stall lief, um Geisha zu begrüßen. Alex hatte alles schon tiptop vorbereitet, damit wir uns ganz auf das Training und die Prüfung konzentrieren konnten. Wie schon tags zuvor verlief das „warming up“ hervorragend. Semmie lenkte Geisha behutsam Richtung Hauptviereck, bevor sie ihr das Kommando zum Antraben gab. Mit einer schönen Aufrichtung und gespitzten Öhrchen gespitzt schwebte sie förmlich um das Viereck.

Selten haben wir eine so harmonische und trotzdem mit sehr viel Ausdruck gerittene Prüfung von den beiden gesehen. Mit 75,8% wurde ihre Prüfung belohnt. Toll!

Für den Samstag standen (für uns) keine weitere Prüfungen mehr an. Sanni trainierte noch mit Wolki, Sven begleitete Johannes und Dante noch bei ihrer Finalprüfung, der Kür, und wir schauten uns noch das Training einiger Reiter an. Immer wieder sehr lehrreich und interessant.

Sönke hatte sich die Fohlenkollektion angeschaut, und für uns ein paar Bändchen besorgt, damit wir und abends als ganze Familie die Auktion anschauen konnten. Es wurde ein sehr schöner Abend, und am Schluß hatte Sönke ein Springpferd mehr 🙂 Er hob die Hand bei Katalog Nummer 25, „Kantate“, einem braunen Stutfohlen von Kannan aus einer Asti-Spumante-Mutter. Damit ist das Springen vielleicht weiter für ihn „gesichert“.

Es war schon recht spät, und so beschlossen Semmie und ich, zum LKW zu gehen, Sanni und Jan, Richtung Bad Homburg zu fahren, und Sven und Sönke suchten erst mal Sönkes Fohlen. Sie waren begeistert!

Strümpfe: Prinzenhaus!

Strümpfe: Prinzenhaus!

Der Züchter teilte Sönke mit, dass sie auf einer Fohlenschau sogar eine 9,5 für ihren Trab bekommen hatte. Vielleicht doch ein Dressurpferd? 🙂

Sonntags morgens um acht ging für die Junioren das Kür-Finale los. Semmie freute sich und wollte gerne nochmals an ihre Leistung und das Gefühl von Samstag anknüpfen.

Das tat sie auch, und wie …

Wie schon öfters bei den Ponys schaffte sie es jetzt auch mit Geisha schon zum zweiten Mal, die 80% zu überschreiten! Wahnsinn!!!

Was für ein Abschluss der Saison, und „nebenbei“ noch nominiert für den „Best Young European Athlete“ Preis.

Auch Geisha verließ das Turnier direkt nach ihrer Siegerehrung, damit sie noch ein paar Sonnenstunden auf dem Paddock genießen konnte!

Als letzte Starter standen Sanni und Wolki auf der Liste. Spannend … so oft sind die beiden nämlich auch noch keinen Special geritten. Genau gesagt, bis dahin zwei mal!

Von Siegerehrung ...

Von Siegerehrung …

... zu Siegerehrung ...

… zu Siegerehrung …

Wolki hatten die beiden prüfungsfreien Tage gut getan. Sie fühlte sich sichtlich wohl beim Abreiten.

Ihre Prüfung verlief hervorragend … bis zur „doppelte Halben“ …

Irgendwie verhaspelte sich Wolki, so dass der Linkswechsel nicht gelang. Sanni reagierte clever und parierte Wolki sofort zurück zum Schritt, damit sie die Linkstraversale mit dem Rechtswechsel fehlerfrei zeigen konnten. Das ist eine Note.

Die Hessen kommen :-)

Die Hessen kommen 🙂

Leider schlich sich in den Einerwechseln beim vorletzten Sprung noch ein Fehler ein, und so hatte sie zwei Lektionen unter 4.

Dennoch kamen sie knapp über die 70% und damit auf den dritten Platz! Auch Sanni kann auf ein sehr gelungenes Wochenende zurückblicken und sich freuen über das, was sie dieses Jahr erreicht hat!

 

Eure

Gonnelien & Familie Rothenberger