Anfang des Jahres hatte Daisy noch die Nase vor Geisha. Ihre ersten S-Dressuren mit Semmie lief sie locker durch, dann aber … kam allmählich Geisha im Schwung. National war immer noch Daisy vorne, international wendete sich das Blatt, und Geisha war auf der Überholspur. Von Turnier zu Turnier fühlte sie sich in der S wohler. Ihre Chance nutzte Sie in Wiesbaden, wo Daisy wegen Fieber leider abreisen musste. Trotz Fehlern blieb sie nur hauchdünn hinter Carlos. Das war der Durchbruch. Semmie bekam das Gefühl, dass sie sich auch in diesen Aufgaben allmählich zu Hause fühlte. In Hagen gewann sie dann die Mannschaftsaufgabe. Wahnsinn 🙂

Allerdings war unsere “ Wundertüte“, so wie der Bundestrainer Hans Heinrich Meyer-zu Strohen immer sagt, noch weiter vorne. Daisy hatte mit fast 76% dem ganzen Junge-Reiter-Feld schon gezeigt, dass mit ihr auch noch zu rechnen ist. In Hagen zeigte sich aber Geisha im Vorteil. Nur die Kür hat sich Semmie für dieses Turnier von Sanni ausgeliehen, und deshalb war das nicht ganz optimal.

Auf dem Lehrgang waren beide Pferde, fanden wir, gleich gut drauf. Am Tag des Abschlusstrainings gab Geisha nochmal richtig Gas, als ob sie spürte, dass sie etwas Besonderes verpassen könnte. Nein, das hat sie nicht verdient! Mit ihren 15 Jahren, immer für Semmie da, die ganze Saison war sie einsatzbereit … und hatte diesmal auch mal deutlich die Nase vorne.

Semmie zweifelte , wir waren uns aber einig … Geisha hätte es sich diesmal verdient! Egal, wie und wo wir enden, sie ist ein unbeschreibliches, tolles, ehrgeiziges Pferd! Nach allem, was wir letzte Woche durchstehen mussten, fühlten wir uns jetzt darin bestätigt, es so zu machen wie immer schon und auf unser Bauchgefühl zu hören!

Schnell zwischendurch zu Hause umgepackt, wieder eingeräumt , trainiert … dann ging es schon wieder auf die Autobahn. Schön … es geht in die Niederlande ????????! Wir freuen uns. Die Wagenburg steht, für das Essen ist gesorgt, die Stimmung ist hervorragend, und Dienstag wird es dann ernst. Vet Check, um 10:15 Uhr fangen die Jungen Reiter an! Daumen drücken…

Bis dann,

Die Rothenbergers