Weil die Gesundheit vorgeht, haben wir beschlossen, Geisha nicht mit nach Warendorf zu nehmen. Seit zwei Wochen plagt sie eine Kehlkopfentzündung, wodurch sie, sobald man sie am Zügel reiten möchte, extrem hustet.

Letzte Woche machte sie gute Fortschritte, so dass wir trotz Trainingsrückstand doch das Gefühl hatten, dass sie es noch zum Preis der Besten schafft, aber als wir die Medikamente absetzten, fing das Husten wieder an.

Auch musste Semmie am Donnerstag vor Warendorf noch einen schweren Schlag hinnehmen: Leider musste der Tierarzt ihr mitteilen, dass ihre süße Chihuahuahündin Neele nur noch höchstens ein Jahr zu leben hat, da sich ihr Herz in den letzten Jahren extrem schnell vergrößert hat und die linke Herzklappe nicht mehr richtig schließt.

Ach nee …

Sie wollte es sich vor Daisy nicht anmerken lassen. Daisy hat sich während des Trainings so angestrengt und war so super drauf, das wir uns zusammengenommen haben und „gute Miene zum bösen Spiel“ machten.

In Warendorf angekommen, bekamen wir von Günter tolle Boxen zugewiesen, und zwar meine persönlicher Glücksbox: Die Box, die Deini immer vor Championaten zugeteilt bekam. Nachdem er schon mit Anna von Negri 2005 vor Pratoni del Vivaro dort stand und erst sechsjährig mit Doppelgold zurück nach Deutschland reiste, bekam er zwei Jahre später, jetzt unter Sönke, wieder diese Box zugeteilt. Und kam wieder mit Gold nach Hause. Ab da wurde die Box immer vor Championaten speziell für Deini reserviert 🙂

Ich freute mich, diese schönen alten Erinnerungen …

Semmie spazierte zusammen mit Daisy kurz vor der Abendfütterung schön über das DOKR-Gelände, bevor es für Semmie zur Sportmedizinischen Grunduntersuchung in der Bundeswehrsportschule ging. Bei dem schönen Wetter hatten wir ein herrliches Abendessen, made bei der Firma Lautenschläger 🙂

Da es am Samstag für die Jungen Reiter erst um 13:30 anfing, beschlossen wir morgens mit Daisy auf dem Hauptviereck Schritt zu reiten. Sie freute sich, Alex und Semmie auch mal wieder ganz für sich alleine zu haben.

Dann der nächste Schreck: Der Frack war nicht dabei 🙁

So bekam Semmie prompt einen Frack von ihrer Cousine geliehen und von Helen Erbe. Der Frack von Helen passte ihr wie angegossen. Danke, Nicola und Helen!!!

Trotz des kurzen Schrecks (von dem Daisy natürlich glücklicherweise nichts mitbekam) lief Daisy mittags eine fantastische Prüfung … zu meckern haben wir immer etwas, aber das war schon mal eine sehr schöne Runde. Es war ein sehr starkes Teilnehmerfeld, und wir kamen uns vor wie auf einer „kleinen“ Europameisterschaft.

Für die Siegerehrung trug Semmie den Frack von ihrer Cousine Dini. Danke, Dini!

Jetzt die Ohren steif halten und versuchen, am Sonntag noch eine schöne Runde zu reiten, damit Semmie vielleicht ihren Vorjahres-Sieg wiederholen konnte. Svenja und Sönke waren so lieb und brachte am Sonntag früh noch schnell Semmies Frack in Warendorf vorbei. Vielen lieben Dank!

Beim Abreiten war Daisy schon etwas angespannter als am Vortag …

Semmie versuchte, sie schön rund und teils im leichten Sitz zu entspannen, aber dennoch blieb sie angespannt. Es war eine gute Runde mit vielen Höhepunkten, aber nicht so schön wie der Tag davor.

Es hat gereicht …

Ich haben mich so für sie gefreut, nach allem, was sie diese Woche einstecken musste. Es muss aber weitergehen, und das hat Rebecca Horstmann ihr dieses Wochenende deutlich gezeigt, was man trotz körperlicher Rückschläge als Mensch noch in der Lage ist zu stemmen.

Rebecca, du bist für uns die ware Heldin.

Bleib so wie du bist und k#mpfe weiter!
Wir haben dich lieb!

Nach der Siegerehrung, wurde noch schnell ein Foto mit Semmies und Sönkes größtem Fan gemacht, Rose Oatley, der Tochter von Kristy Oatley-Nist. Rose gewann mit ihren erst 12 Jahren die Silbermedaille bei den Ponys mit Daddy Moon.

Liebe Rose,

Wir gratulieren dir von ganzem Herzen und freuen uns auf ein Wiedersehen!

Die Rothenbergers 🙂

So nur noch einladen, und ab nach Hause. Wenn da nicht … die Satellitenschüssel auf dem LKW wäre. Normal fährt die Schüssel automatisch herunter, nur diesmal nicht 🙁 Sven kletterte aufs Dach und schraubte die Schüssel – mit Hilfe von Günters Werkzeug ging das dann Ratz Fatz. Super, Günter!

Ansonsten verlief alles weiter nach Plan. Um 18 Uhr stand Daisy gemütlich in ihrer Box auf dem Schafhof, und wir saßen schon wieder auf der Terrasse.

Und die gute Nachricht zum Schluss: Robbie wird ab Montag unser Team wieder verstärken!

Wir freuen uns 🙂

Die Rothenbergers