Das fing ja gut an: Schon die Vorbereitungen zum Preis der Zukunft gingen mit Anlaufschwierigkeiten los. Semmie wurde am Wochenende vor dem Turnier von einer Grippe überrascht 🙁
Ihre beide Stuten waren aber sehr gut drauf; wir hatten den Eindruck, sie könnten es kaum abwarten, dass es wieder losgeht. Bis zum letzten Nennungsschluss haben wir die Entscheidung hinausgezögert. Semmie ging es da aber deutlich besser, und sie wollte gern mit beide Pferden in Münster an den Start gehen. So wurde nicht nur schnell genannt, sondern auch schnell gepackt.
Alex hatte alles spitze vorbereitet. Thanks!!!
Unser Ziel war es zu sehen, wo wir bei den Jungen Reitern abschneiden würden. Selbstverständlich hatten wir schon im Training das Gefühl, dass Daisy und Geisha in der Lage sind, auch auf diesem Niveau hohe Punktzahlen zu erreichen. In Ankum war Semmie schon mit beiden Stuten S-siegreich gewesen, allerdings in einer „leichten“ S, nämlich der S3.
Die Prüfungen der Jungen Reiter könnten wir in unserer schönen, aber kleinen Halle nicht üben. Drei Vierer und fünf Dreier sind in einer 20×40-Meter-Halle einfach nicht möglich.
Aber wir hatten ja nichts zu verlieren, und so reisten wir gutgelaunt nach Münster.
Freitag Abend nutzen wir die Gelegenheit, den Pferden das Hauptviereck zu zeigen. Beide benahmen sich hoch motiviert und sehr konzentriert. Toll 🙂
Samstag Morgen legte Daisy als erste Starterin schon super vor. So konnte Semmie sich in Ruhe auf Geisha konzentrieren. Geisha war wie immer ein bisschen übermotiviert, aber sie ließ sich dennoch toll reiten.
Wahnsinn!!!!!!!!
Zweite, mit nur 0,5 Punkten Rückstand auf die Nummer eins, und ein schöner dritter Platz, in Semmies erstem Prix St.Georges überhaupt! Genial!
Leider durfte Semmie im Finale nur mit einem Pferd an den Start gehen. So entschieden wir uns für Daisy, da sie am Samstag besser als Geisha war.
In der Finalprüfung waren wir direkt nach Anna Abbelen dran, die am Vortag die Prüfung hauchdünn für sich entscheiden konnte. Wir fanden das toll. So wussten wir schon beim Einreiten, wie hoch die Messlatte lag. Anna hatte knapp über 75% erzielt, und wir gingen davon aus, dass es für Semmie und Daisy in ihrer ersten Einzelaufgabe der Jungen Reiter fast unmöglich sein würde, das zu übertreffen.
So gab ich ihr mit auf den Weg, einfach IHRE Prüfung zu reiten. Nach dem Motto, wie schon gesagt: „Wir haben nichts zu verlieren“.
Semmie ließ Daisy förmlich tanzen … nach den Serienwechseln lobte sie ihre Daisy, dankbar dafür, wie sie ihre Reiterin glänzen lässt. So ein tolles Pferd !
Mit 76,1% übernahmen die beiden mit 10,5 Punkten Vorsprung die Führung. Unfassbar, was Semmie immer wieder hinkriegt!
Ehe sie zum Abreiten ging, hat sie sich als Inspiration im LKW auf dem iPad Sönkes Einzelaufgabe  mit Cosmo 2014 in Hagen als Inspiration an geschaut. Es hat Semmie definitiv Flügel verliehen …

Mit welchem Druck sie umgehen kann, mit welcher Harmonie sie ihre Pferde vorstellt … Chapeau!!!
Wir freuen uns auf die Freilandsaison.

Gonnelien