Exakt 120 Tage vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Rio luden FN und DOKR heute zur großen Olympia-Pressekonferenz ein — und freuten sich über die gewaltige Resonanz, die diese Veranstaltung bei den Vertretern von Printmedien, Radio und TV fand. Weit über hundert Journalisten fanden sich im großen Sitzungssaal des FN-Gebäudes in Warendorf ein, um sich anzuhören, wie weit die Vorbereitungen auf die Spiele aktuell gediehen sind; sowohl in Rio selbst als auch bei den deutschen Reitern.

"Optimistisch, wenn auch nicht euphorisch" blickt DOKR-Geschäftsführer Dr. Dennis Peiler den Spielen in der brasilianischen Metropole entgegen, bei denen es im Vorfeld immer wieder — auch jetzt noch — zu Stockungen kommt, weil die Baufirmen ihre Termine nicht einhalten. "Aber das war ja bei der Fußball-WM ähnlich, und da haben die Brasilianer am Ende gezeigt, dass sie liefern können", so Peiler. "Nach allem, was wir auch beim Test-Event erlebt haben, rechnen wir damit, dass Reiter und Pferde in Rio Top-Bedingungen erwarten können. Und wir freuen uns sehr, dass die Reiter im Olympischen Dorf wohnen werden, also ‚mittendrin, nicht nur dabei‘ sein werden!"

Nach weiteren Erklärungen zum geplanten Ablauf der An- und Abreise übergab Dennis Peiler dann das Mikrofon an die Aktiven, die aus ihrer Sicht erzählten, wie ihr weiterer Weg nach Rio aussehen wird. Bundestrainer und Reiter aus den Championatskadern der Para-Dressur, der Vielseitigkeit, der Springreiter und der Dressurreiter schilderten ihre weitere Turnierplanung bis zur endgültigen Team-Bekanntgabe am 17. Juli in Aachen.

Für die Dressurreiter saß neben Bundestrainerin Monica Theodorescu und Vize-Europameisterin Kristina Bröring-Sprehe auch Sönke mit auf dem Podium — und brachte den Saal zum Lachen, als er Cosmo als "Clown" beschrieb, der zwar zu Hause das Team mit seiner verspielten Intelligenz auf Trab hält, dafür aber unter dem Sattel "einfach nur Spaß macht". Sein Olympia-Fieber sei geweckt worden, als er 2004 als Zehnjähriger seinen Vater mit zu den Spielen in Athen begleitete. "So etwas vergisst man nicht, und natürlich wäre es toll, jetzt selbst dabei sein zu können."

Turnierstarts für Cosmo, der nach wie vor wohl dosiert eingesetzt werden soll, sind in Hagen und in Balve fest eingeplant. "Und wenn ich darf, natürlich Aachen!"

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