Nach ein paar (hahaha) Stunden Fahrt sind wir dann endlich in Lyon angekommen. Ich habe es bis 02:00 Uhr nachts durchgehalten, damit Papa es nicht so schwer hatte. Das heißt Kaffee machen, Essen anbieten sowie auch kalte Waschlappen bereit legen. Zwischendurch bin ich immer mal wieder nach hinten zu Geisha. Gekrault zu werden und dabei schon die sechste Karotte zu kauen, macht die Fahrt eigentlich sehr angenehm 🙂 Doch dann fielen mir die Augen irgendwann zu, und ich legte mich hin.

Aufgewacht vom fehlendem Motorgeräusch und der allgemeinen Stille zusammen mit dem Sonnenschein, der durch die Fenster strahlte, merkte ich, dass wir angekommen waren in Lyon. Ich wollte schnell Geisha und das Team begrüßen, also blieb wenig Zeit zum Schnürsenkel binden. Die Lösung waren Uggs … ich weiß, es wurde von Minute zu Minute heißer in Lyon, und nein, ich habe nicht meine Schuhe gewechselt. Und falls sich jemand fragt, ob mir denn gar nicht heiß war … DOCH!!! Naja, es war schön, alle wieder zu treffen und zu sehen, dass alle genauso müde und kaputt waren wie ich. Die einzige die super aufgeweckt war, war Bianca; sie hüpfte rum wie ein Floh und überredete uns zu einem Mini-Spaziergang zu einem Hügel, von wo wir dann die schöne Rennbahn bewundern konnten.

Dann stand endlich Führen an. Da Geisha alles andere als müde war :))))) hat Papa meine schwarze Perle geführt auf dem großen Sandplatz. Die französische Sonne tat ihr sichtlich gut, denn sie wurde auf ihrem schwarzen Fell reflektiert, als hätten wir Geisha mit einer Lackpolitur überstrichen. Jedes mal, wenn sie vorbeilief, hielt Mama ihr Handy drauf und versuchte, das "perfekte Bild" zu schießen. Bei der Schönheit konnten das nur klappen. Nach guten 25 Minuten langte es, und Geisha durfte zurück in den Stall, sich weiter ein bisschen ausruhen.

Während alle Pferdchen ihre Ruhe genossen, brachte Gerta den Reitern eine große Box mit frischen Erdbeeren. Hmmmmmmm, die waren lecker. Nach ungefähr 15 Minuten waren alle weg, und das einzige, was blieb, waren die kleinen grünen Blätter.

Kurz danach packten wir die Pferdchen wieder ein, und ab auf die Autobahn in Richtung Vidauban. Ich legte mich erstmal wieder schlafen, um ausgeruht in Vidauban anzukommen, und jetzt sitzen wir gerade im LKW und haben nur noch 50 Kilometer, bis wir endlich bei der Europameisterschaft der Junioren, Young Riders und Children 2015 ankommen. Wir freuen uns.!

Semmie