Wie schon berichtet kamen wir einen Tag später als die anderen Dressurreiter in Warendorf an. Außerdem hatten wir beschlossen, uns nur auf Deini und Goldi zu konzentrieren.

Am Mittwoch stand dann sofort die Einzelaufgabe auf dem Programm mit Videoanalyse. Beide liefen eine spitzen Runde 🙂 Niemand wollte entscheiden, welches Pony jetzt dann mit nach Millstreet darf. Dann schauen wir mal morgen. (So ging das zu Hause auch schon die ganze Zeit, wir verschieben es immer weiter nach hinten.)

Mittags waren wir noch schön mit den beiden spazieren. Meine Ponys fühlen sich in Warendorf richtig wohl. Deini hat seit Jahren die gleiche Box. Er weiß genau, was los ist, und freut sich über jedes Pferd, das ihm begegnet. Goldi genießt die Aufmerksamkeit und beobachtet mit ihren schönen großen Augen alles, was alles passiert.

Ich habe mir ein Zimmer mit Dini geteilt, Maike und Lea teilten sich das zweite Doppelzimmer. Wir bekamen so viele tolle Sachen, zum Beispiel Schabracken, Bandagen, T-Shirts, Paradedecken, Stühle, Tassen und ein ganz schönes Maskottchen 🙂

Die Zeit in Warendorf macht mir immer am meisten Spaß. Wir reiten zusammen, pflegen unsere Ponys, gehen spazieren und essen zusammen, man merkt einfach, dass alles ganz locker geht und noch überhaupt kein Druck da ist. Das wird schnell wieder anders, sobald wir in Millstreet sind …

Donnerstag, Mannschaftsaufgabe gerichtet von Christoph Hess: Goldi lief eine Runde über 78%! WOW … Heute müssen wir eine Entscheidung treffen! Deini – als ob er es geahnt hätte. Er war toll motiviert und lief eine Mannschaftsaufgabe, die er noch nie so gelaufen ist! Über 80%!!!

Wir haben uns mit allen Beteiligten zusammengesetzt und die Vor- und Nachteile besprochen. Die Entscheidung traf am Ende der Richter: Deinhard!

Auch ich fühlte mich richtig wohl auf Deini! Mama und Papa fuhren nach Hause, um die Pferdchen zu Hause zu trainieren. Man rief an und war begeistert von Geisha :-)))

Am Freitag kümmerte ich mich morgens um meine Ponys und sattelte Goldi. Das Training verlief Spitze. Frau Endres versteht Goldi einfach 🙂

Dini und Danilo verabschiedeten sich von uns und reisten wieder ab nach Kempen. Sie werden selbständig die Fahrt auf sich nehmen. So gegen 12 Uhr kam dann ein ganz tolles Paket von meinem Sponsor NoConcept. Tolle Sachen für mich, und noch ein schönes rosa T-Shirt für Dini, Lea und Maike. Ich bedankte mich umgehend bei Annette und Maaike, bevor wir uns um Deini kümmerten.

Toll, dass Anja dabei war um mir mit meinen Ponys zu helfen. Danke nochmal, Anja!

Da kamen meine Eltern und Sanni. Deini wurde aufgetrenst, und das letzte große Training stand an.

Tempokontrolle und Durchlässigkeit standen auf dem Programm. Toll lief er – er ist genau zur richtigen Zeit in seiner bestechenden Form.

Alles wurde um- und eingepackt … zu fünft ging das Ratz Fratz! Da ich schon sehr müde war, beschlossen wir, früh zum Abendessen zu gehen.

Nachdem wir für Deini und Goldi Möhrchen, Äpfelchen und Banänchen besorgt hatten, saßen wir Punkt sechs beim O Sole Mio am Tisch (mein Wunsch :)). Lecker … jetzt ab ins Bett, da morgen um 7:15 das Training mit Deini ansteht. Nur eine schöne Lösungs-Spaßrunde, so fühlte er sich auch an.

Mit Goldi waren wir noch kurz spazieren, bevor sie und Anja die Reise nach Hause antraten. Sie bekam noch ein Bussi. Tut schon weh, sie zurücklassen zu müssen ;-(

Deini habe ich nach dem Reiten ein bisschen abgewischt, bevor Mama ihm für den Transport fertig machte. Wie geplant stand er um 8:30 auf dem LKW. Deini tut mir auch ein bisschen Leid … so eine lange Reise. Ich freue mich um so mehr, ihn zusammen mit Steffi, Sanni, Papa und Mama auf dieser Reise zu begleiten.

Wir sind jetzt auf dem Weg nach Calais. Ich melde mich wieder, wenn wir in Millstreet sind.

Bis dann,

Semmie