Auch wenn ich am Ende mit Deini das Streichergebnis war, haben wir dennoch unser Ziel erreicht und konnten vor der niederländischen und der britischen Mannschaft Gold für Deutschland sichern!

Dini ritt eine sehr schöne Runde, wodurch wir schon ein wenig durchatmen konnten. Sophie gab mit Vogi alles, und wir standen nach den ersten Tag weit vorne.

Deini war trotz der heißen Temperaturen fit wie ein Turnschuh! Normalerweise brauche ich ihn auch so, um Ergebnisse zu erzielen wie in Hagen. Beim Abreiten lief er wirklich überragend und war total auf mich konzentriert. Wir übten extra nochmals, um das Viereck zu traben und unsere Grußaufstellungen, da wir ja wissen, dass er bei solchen Kulissen schon mal ein wenig Panik bekommt. Alles verlief zunächst nach Plan. Um das Viereck herum ging es die erste lange Seite noch sehr gut, bis er dann an den Zuschauern vorbei trabte und er auf einmal Angst bekam. Leider hat man nur eine gewisse Zeit, um mit der Prüfung anzufangen. Von daher mussten wir rein, egal, wie aufgeregt er war … Die erste Lektion konnten wir dadurch nicht zeigen und fingen mit 1,2 % an … puh, das muss man erst mal wieder einholen. Langsam beruhigte er sich wieder, und wir konnten trotz allem eine tolle Golpptour zeigen. Das Endergebnis blieb zwar weit unter unserem Niveau, aber ich war sehr froh darüber, wie er sich wieder auf mich konzentrierte und wir dennoch Zehnte wurden bei einem Starterfeld von 55 Teilnehmern!

Ich bekam viel Lob von den Richtern, die es großartig fanden, wie ich so konzentriert weiter geritten bin, ohne mich ablenken zu lassen. Die Richter fanden es genau so schade, dass Deini so aufgeregt war, sie hätten auch lieber wieder einen Weltrekord gerichtet 🙂

Das hat mir unglaublich gut getan, und ich werde alles versuchen, Deini in der Einzelwertung gut vorzustellen.

Da fragt man natürlich, warum jetzt gerade auf der Euro, aber eine Euro hat ihre eigenen Regeln. Man darf nur zu genau festgelegten Zeiten auf das Hauptviereck und dann auch nur im Schritt außen herum. Das gibt es normalerweise auf keinem anderen internationalen Turnier. Auch meine stärksten Konkurrentinnen hatten damit zu kämpfen. Die Ponys, die so überragend sind, sind auch meistens hoch sensibel. Phoebe hat es noch am besten gelöst. Auch St. Lucci war teilweise verspannt, deshalb kamen auch diese beiden nicht an ihren persönlichen Rekord heran. Dann hatte Victoria Vallentin die Hände voll mit ihrem überragenden Pony "Not for Sale", genau wie Lavinia Arl, die mit Spannung zu kämpfen hatte.

Schade, mal sehen, was es morgen gibt, wenn es um die Einzelmedaillen weitergeht.

Bis dann,

Semmie und Deini :-)))