Hallo ihr Lieben, da bin ich wieder!

Da so viele sich gefreut haben, dass ich wieder blogge, habe ich mir gedacht ich habe ja (im Moment noch) genug Zeit, um alles ausführlich zu erklären.

Erst einmal … tschüß, Kingwood Stud!

Nachdem ich allen Deutschen hallo gesagt habe, entschied ich Deini rauszuholen. Da auf dem Gelände ein super cooles ‚Round Pen‘ stand, trommelte ich mal meine ganze Truppe zusammen. Ich war der Meinung, Deini könnte mal "Arbeit" vertragen. Er schaute so wach durch die Gegend. Wir machten ihn für die Longenarbeit fertig. Papa longierte Deini sooo schön … Einfach herrlich, wie die Sonne auf Deinis Rücken funkelte (ein bisschen wie bei Twilight 🙂 ). Ein echtes Goldpferdchen eben. Papa und Deini verstehen sich einfach; sobald Papa nur andeutet, Galopp zu sagen, galoppiert Deini schon an, und sobald er Trab sagt, pariert Deini schon durch. Da kann man echt von lernen. Mama, Sanni und ich standen an der Seite und staunten nur. Deini war so gut gelaunt, was dieses Pony alles kann und drauf hat! Einfach Wahnsinn! Deini hat natürlich sofort gemerkt, wie toll er das macht, und machte zwischendurch seine Freudensprünge.

Da Deini zu Hause immer auf die Weide kommt, dachten wir uns, dass wir ihm das nicht vorenthalten möchten. Das fand er wirklich toll, auch wenn es kein Graspaddock war. Sofort hat er sich gewälzt, und danach war er nicht mehr golden – haha –, sondern eher schwarz!

Sanni hat anschließend Shampoo geholt, um seine Beinchen wieder weiß zu bekommen, und Steffi und ich schrubbten schön, bis langsam seine hellen Härchen wieder durchkamen. Nichtsdestotrotz, er ist auch als Rappe sehr hübsch. Danach nahmen Mama und ich ihn noch ein bisschen mit zum Grasen, aber diesmal habe ich auch achtsam nach oben geschaut, ob ich wieder eine Ladung abbekomme, war aber nicht der Fall. Jedoch leistete uns beiden ein anderer Freund Gesellschaft, Oscar! Ich muß sagen, das war ganz schön Multitasking. Mit dem Pony mitlaufen, während ein Kater in 8tern zwischen den Beinen durchläuft 🙂

Als Deini dann keinen Hunger mehr hatte (normal sehr selten da er denkt, dass alles in ihn reinpasst), habe ich ihn in die Box gestellt. Wir hatten ja gestern schon beschlossen, nochmal in dem gleichen Restaurant zu essen, da es so lecker war. Hare and Hound, köstlich!

Nach dem Mittagstisch ging es wieder zurück auf das Gestüt. Ich laufe durch den schmalen Eingang, sehe bestimmt 20 Ponys, die aus ihren Fenstern schauen, und dann fällt mir einer sofort ins Auge! So ein süßes Köpfchen mit einer hübschen weißen Blesse und einem weißen frisierten Schopf, und er schaut so unglaublich freundlich. Für mich ist mein Deini das hübscheste Pony von allen! Insgeheim glaube ich, dass er auch weiß, dass er so unglaublich hübsch ist. So viele haben Bilder von ihm gemacht, sogar die Buschreiter haben mit ihm Selfies gemacht, und wirklich auf keinem Bild schaut er blöd! Er wäre das perfekte Topmodel 🙂

Die Zeit nutzten wir unterschiedlich. Papa, Mama und Sanni ruhten sich kurz aus, bevor sie den LKW wieder auf Vordermann brachten. Steffi und ich blieben bei Deini mit den Busch- und Springreitern vor seiner Box. Es war sehr witzig. Wir holten ihn dann noch ein paar mal raus, bis es dann endlich losging.

Was für ein Stress! Alle fingen an, ihre Ponys zu führen und für die Fahrt fertig zu machen. Alle LKWs wurden beladen, bis wir dann endlich dran waren. Deini war ganz schön wach, ich glaube, er weiß, was los ist.

Jetzt fahren wir gerade hinter Johannsmann und den anderen Deutschen her nach Fishguard zur Fähre. Bald (in 6,5 Stunden) sind wir dann in Irland, und dann berichte ich wieder.

Bis dann

Semmie

PS, mitten in der Nacht:

Um 1:45 pünktlich fängt das Verladen der Fähre an. WOW … wie viele LKWs! Ich schätze mal locker 50. Aus allen Ländern sind sie angereist, um die Fähre nach Irland zu bekommen.

Mir geht nur durch den Kopf, dass auf irgendeinem LKW der Europameister 2014 (Springen, Vielseitigkeit und Dressur) stehen muss 🙂

Toll! So habe ich mir eine Euro immer vorgestellt … ein richtiges Abenteuer! Die einzige, die sich schon vorher sehr auf dieses Abenteuer gefreut hat, war Sanni. Sie fand damals schon die Reise nach Portugal richtig aufregend und schön!

Deini benimmt sich prima und lässt sich schön von uns verwöhnen. Kurz vor der Fähre bekam er noch sein Mash mit Möhrchen angereicht. Schlabber, schlabber … es scheint ihm sehr zu schmecken 🙂

Die Motoren sind alle gestartet, und langsam rollen die ersten LKWs rein …

Bis dann,

Semmie