Heute Morgen haben wir beschlossen, die Hallenzeiten von sieben bis acht zu nutzen, um mit Geisha in Ruhe auf Trense zu trainieren. Heute am Karfreitag, findet als Prüfung nur die Einzelaufgabe der Jungen Reiter statt. Ansonsten stehen Trainingszeiten der CDI***-Reiter an, die im Lauf des Tages anreisen werden, weil heute auch ihr Vet Check stattfinden wird. Das bringt immer wieder Unruhe mit sich, daher unsere Entscheidung, das Training für heute lieber auf den frühen Morgen zu legen, damit wir vor dem Trubel fertig sind. Man hätte auch noch die Chance, heute Abend von 19 Uhr bis 21 Uhr in der Haupthalle zu reiten. Das wäre uns aber zu spät; wir sind eher Frühaufsteher 🙂

Wie erwartet waren nicht so viele Reiter begeistert davon, früh zu trainieren. Das war toll … diese beeindruckende Halle fast für uns alleine!

Wir arbeiteten immer wieder an der Durchlässigkeit und dem Dehnen an den langen Zügel. Dieses wechselte Semmie immer wieder mit vielen Schrittphasen ab. Das gelang ihr sehr gut.

Langsam fühlt sich Geisha auf dem Turnier zu Hause. Nach so einer langen Turnierpause fehlt es doch noch an Prüfungsroutine. Auch wenn die zwei bis jetzt beide Prüfungen gewinnen konnten, schlichen sich große Fehler ein, und so reichten sie noch nicht an ihre Bestleistung heran.

Über den Winter hat Semmie viel Wert auf die Arbeit an Kleinigkeiten gelegt. Das sah man insbesondere in der Schritttour, und es freute uns um so mehr. So gab es auch mal die 9 für den starken Schritt, und es gab sogar zweimal die 8 für den versammelten Schritt!

Dafür gab es auch große Patzer, für sie nicht mehr als eine 4,0 bis 5,5 bekamen. Das drückt die Gesamtnote natürlich enorm. Nur … das sind Fehler, die aus der Situation entstehen und die man abstellen kann, eher als einen grundsätzlichen Mangel an "desire to keep going" (Charlotte Dujardin).

Kurz bevor wir nach Stadl Paura abreisten, stieß Semmie im Internet auf einen Artikel von Charlotte Dujardin. Semmie ist fasziniert von Charlottes Art, und kann sich darin gut wiederfinden. So beschreibt Charlotte zum Beispiel, dass man, wenn man auf die Diagonale reitet, das Gefühl haben sollte, man sitzt in einem Ferrari, und wenn man Gas gibt, hebt er ab.

Daran fehlt es ihrer Geisha auf jeden Fall nicht 🙂 So bekam sie für den starken Galopp mehrere 8ten und sogar die 9.

Wir freuen uns morgen auf die Kür!

Bis dann,

Familie Rothenberger