Was für ein Wochenende …

Wolki ungeschlagen im Piaff Förderpreis Finale! Auch wenn die Finalprüfung am Freitag nicht ihre beste Prüfung war, kamen Sanni und Wolki als einzige über die 70% Marke und konnte damit das Finale für sich entscheiden. Vier Jahre in Folge hat Sanni sich schon für das Finale qualifiziert, mit Favo gewann sie sogar die Einlaufprüfung, nur für den Sieg im Finale hat es nicht gereicht. Dieses Jahr ließ sie es sich nicht nehmen, trotz des Auslandsstudiums war ihr Ziel "Das Finale".

Super, Sanni ❤️

Zgander zog während seiner Trainingseinheiten mit Sönke viele Blicke auf sich, und er benahm sich auf seinem ersten Turnier mit Übernachtung vorbildlich.

Favo war während des Abreitens genial. Dann wurde Sönke aufgerufen und gebeten, zur Schleyerhalle rüber zu reiten. Dazu muss man aus der Porschearena, wo der Abreiteplatz ist, ins Freie, um dann in die Schleyerhalle zu gelangen. Es regnete in Strömen, und Sönke musste antraben, um rechtzeitig in der Halle zu sein … dann rutschte Favo aus. Sönke parierte sofort durch, um sich das Bein anzuschauen. Abgesehen davon,dass das Bein schwarz vom Straßendreck war, konnten wir nichts feststellen. Was für ein Glück!

Der Ritt war deutlich unter dem gewohnten Niveau, und Sönke hatte das Gefühl, dass Favo doch etwas von seiner Rutschpartie mitbekommen hatte. Mit dieser Punktzahl waren sie nicht mehr für die Kür qualifiziert, und somit entschieden wir, Favo mit Zgandi und Wolki nach Hause zu schicken, damit er zu Hause bestens versorgt werden konnte. Anja kümmerte sich rührend um Wolki, und Robbie übernahm die Versorgung von Favo und Zgandi.

Der LKW wurde schnell ausgeladen, sauber gemacht, und Cosmo durfte nach zwei "Spa“-Tagen auf dem Erlenhof inklusive Rundum-Betreuung durch Steffi und Anna in Begleitung von Robbie mit zurück nach Stuttgart. Abends gegen 21:00 betrat Devils Nachbar Cosmo seine Box.

Lange geschlafen wurde nicht, weil morgens früh Devil und Sven schon gemeinsam draußen über das Gelände des Stuttgarter German Masters spazierten. Cosmo stand schon gesattelt da und wartete geduldig auf seinen "Jockey". Cosmo benahm sich in der großen Arena super, er war sichtlich froh, wieder dabei zu sein.

Während Semmie für die Zöpfchen von Sanni’s Pferden zuständig war, richtete Sanni Devils Sachen für die Prüfung. Devil sah so toll aus. Die Prüfung verlief Spitze … bis zum Durchparieren aus dem Galopp zum Trab. Er kam ganz zurück zum Schritt, legte ein bisschen die Ohren an – was jetzt? Er lief doch die ganze Prüfung mit gespitzten Ohren! Die Trabverstärkung war wieder gut, aber dann kam die Mittellinie … was war nur los? Keine Ahnung, aber das war keine Passage, keine Piaffe und wieder keine Passage! Das kostete Sanni vermutlich den zweiten Platz; die beiden waren so gut unterwegs wie noch nie. Schade…

Mittags gingen wir noch ein bisschen mit unseren Pferden spazieren, bevor wir uns gemeinsam die Kür anschauten. Toll … die Halle war voll, die Stimmung war super, und die Halle tobte! Da soll nochmal einer sagen, dass Dressur langweilig ist 🙂

Die Jungs schauten sich anschließend das Springen an, und wir Mädels kehrten zum LKW zurück. Sanni war ein bisschen besorgt um ihren Devil, er hätte sie doch nie im Stich lassen, was war los? Wir konnten es uns nicht erklären.

Weiter ging’s ….

Sanni nahm sich vor, den letzten Teil des Specials während des Abreitens noch einmal zu reiten. Das klappte hervorragend. Wir entschieden uns, rechtzeitig zur anderen Halle rüber zu reiten, um nicht in Hektik zu geraten. Das klappte super, und so trabten die beiden frisch von draußen über den Sand den Hügel hoch, rein in die Schleyerhalle.

Super! Bis auf ein paar Kleinigkeiten war das wieder Devil, so wie wir ihn kennen. Es wurde ein schöner fünfter Platz — Spitze!

Nach dem Special folgte die Verleihung des Otto-Lörke-Preises. Dieses Jahr ging diese heißbegehrte Auszeichnung an Dorothee Schneider mit Showtime, an Isabel Werth mit Emilio … und an Sönke mit Cosmo!

Der Otto-Lörke-Preis wird jedes Jahr in Stuttgart an den Reiter, den Ausbilder und den Besitzer eines (oder mehrerer) höchstens zehn Jahre alten deutschen Dressurpferdes vergeben, das dem Dressurausschuss durch besonders herausragende Grand-Prix-Erfolge aufgefallen ist.

Cosmo ist mit seinen erst 8 Jahren nicht nur der jüngste der drei 2015 geehrten Pferde, sondern auch noch das Pferd mit der höchsten Punktzahl im Grand Prix. Mit 77,7% liegt er deutlich vorne!

Die Ehrung war fantastisch, und unser Dank geht an Isabell, die mit Emilio eine sehr schöne kontrollierte Runde ritt, so dass Cosmo schön in Ruhe hinterher traben konnte. Leider musste Dorothee wegen ihres sehr nervösen Showtime frühzeitig aus der Halle, so dass am Ende Emilio und Cosmo einen schönen Pas de Deux für das Publikum präsentierten. Wie von anderen Stern passagierten beide Richtung Ausgang. Wahnsinn! Traumhaft!

Wir danken der Bundestrainerin Monika Theodorescu, dass sie uns Mut gemacht hat, nicht mit einem anderen Pferd zu dieser Ehrung in den "Hexenkessel" einzureiten, sondern tatsächlich mit Cosmo :-))) So wie Cosmo hat kein anderes Pferd geglänzt, und er hat den Auftritt sichtlich genossen.

Was für ein Turnier … toller Sport, tolle Pferde und wir mittendrin ;-)))

Dann ab nach Hause.

Da fehlte nur eins.

Dieses süße Gesicht … Dein Stall ist immer noch leer …