Samstag: Finaltag für Semmie bei den Ponys und Junioren und für Sanni mit Deveraux!

Kür ist angesagt. Im Finale darf man nur mit einem Pferd/Pony an den Start gehen. Semmie wählte Deini. Diesmal fand die Ponyprüfung auf dem Viereck statt, auf dem die Junioren bis jetzt geritten sind und wir letztes Jahr die Ponyprüfungen geritten sind. Also wusste Deini Bescheid :-)))

Direkt nach Goldi … Schon toll, zwei solche Traumponys gleichzeitig beim Abreiten zu sehen. Deini war Spitze drauf, als ob er sich für "seine" Goldi erst recht anstrengen wollte. Wie toll!

Semmie hat ihn die ganzen Tage so schön zum Tanzen gebracht.

Am Vorabend beim Soundcheck hatte Semmie beschlossen, diesmal ihre Musik lauter zu machen. Na dann … Sie hob ihre Hand, und die Musik klang sanft aus dem Lautsprecher über das Viereck. Mir kamen die Tränen. Mir wurde klar, dass ich Deini unter Semmie nicht mehr so oft zu sehen bekomme, und schon gar nicht in dieser Verfassung. Was für ein Pony …

Traumhaft schön, genau auf der Musik, wie an der Schnur gezogen. Es wäre ein Weltrekord geworden, hätten die Richter mal auf Peter Holler gehört … hahaha 🙂

Es war fantastisch! Die beiden haben so viele Leute zu Tränen gerührt. Ich dachte, das passiert eigentlich nur bei den eigenen Kindern. Aber nein, Semmie und Deini schafften es, auch andere Mütter zum Weinen zu bringen. Ich habe schon vieles miterlebt, aber so etwas noch nie!

81,86% stand auf der Anzeigetafel — Wahnsinn! Wieder mal die 80% geknackt!

Die Siegerehrung fand auf dem Hauptviereck statt. Deini genoss die Aufmerksamkeit und galoppierte stolz seinen "Lap of Honor", wie die Ehrenrunde international heißt.

Schnell zurück zum LKW … Frack anziehen, und weiter geht’s. Unsere schwarze Perle glänzte uns schon entgegen. Sven hatte Geisha toll fertig gemacht und war gerade dabei das Fliegenspray aufzusprühen, während Semmie ihre Kür nochmals durchging. Dann die Kandare drauf, und ab ins "Gefecht" :-)))) (Nein, so schlimm ist es nicht!)

Wir freuten uns schon, dass die Kür für die Junioren auf dem Hauptviereck stattfand. Geisha war doch ziemlich abgelenkt auf dem bisherigen Viereck. Wie wir Geisha schon einschätzten, kam es dann auch. Ihr gefiel dieses große Viereck viel besser, und sie war ganz bei Semmie. Eine sehr schöne Runde, und toll auf der Musik. Da bin ich doch immer wieder überrascht, wie Semmie das jedes Mal so toll hinbekommt. Kürreiten war nie so mein Ding :-))) Mit erneutem deutlichem Abstand gewann sie das Finale.

Jetzt stand noch eine schwarze Perle eingeflochten im Stall: Deveraux OLD!

Auch Sanni hat sich entschlossen, die Musik etwas lauter zu machen, da sie meinte, Devil würde das lieben. Die Sonne schien, und wir freuten uns alle auf Devils nächsten Einsatz. Ich war ein bisschen nervös, da Devil Wolkis Kür gehen musste. Würde die Musik auch zeitlich passen? Im Trab gewinnt Devil etwas mehr Boden, und im Galopp etwas weniger. Mal schauen, was Sanni daraus macht.

Ich weiß nicht, ob ich heute etwas sentimental war, aber als Sanni mit IHREM Devil um das Viereck trabte, sprangen mir wieder die Tränen in die Augen. Ihr Pferd, dachte ich mir … ja, das ist IHR Pferd! Er genießt es, Sanni durch das Viereck zu tragen. Noch nie hat er sie hängen lassen. Was haben die beiden alles schon gewonnen. Angefangen bei den Junioren, Junge Reiter und gestern weiter im Grand Prix. Was für ein tolles Paar!

Mit gespitzten Ohren tanzte er durch das Viereck, er wartete immer schön auf Sannis nächstes Kommando, wollte seine Freundin nicht enttäuschen … Seine fleißige Freundin, die es sich trotz Studium nicht nehmen lässt, ihm selber für’s Training zu putzen und zu satteln. Ganze Lehrstoffe, Sannis „Master“-Programm, ihre Probleme und Ängste bekommt er erzählt. Als hätte er ihr das jetzt zurückgeben wollen für die Zeiten, wo er sie gebraucht hat.

Wahnsinn, dieses Pferd, ich kann mir nicht vorstellen, dass er unter irgendeinem anderen Reiter so glänzen würde. Das sagt mir wieder, dass Reiten nicht nur etwas mit reiten zu tun hat, sondern vielmehr mit Partnerschaft.

Nach dem erneuten Sieg der beiden, mussten wir von unserer Wolke runter, denn die Wolke

Wolke Sieben stand bereit 🙂

Grand Prix Special, gleichzeitig die Wertung für den Nationenpreis und Qualifikation für die Kür.

Wolki war viel besser gelaunt als gestern, und Sanni kam deutlich besser zum Reiten. In der Prüfung schlichen sich leider wieder einige Fehler ein. 69,49% war schon ein besseres Ergebnis als gestern. Aber würde es für die Kür reichen? Nur die besten drei deutschen Teilnehmer sind in der Kür startberechtigt. Und würde Deutschland damit weiter vorn bleiben? Abwarten …

Am Schluss fehlten Sanni nur 7 Punkte für das Finale. Schade! Der Trost: Deutschland gewinnt den Nationenpreis! Es wurde eine sehr schöne Siegerehrung – herzlichen Glückwunsch an das deutsche Team!

Sonntag: Heimreise …

Nachdem feststand, dass Sanni leider nicht am CDIO-Finale teilnehmen konnte, beschlossen wir, auf die „Nations Cup Party“ zu verzichten und lieber einzupacken für die Rückreise.

Erst einmal Deini und Paso; sie sollten Versace nach Hause begleiten. Gegen 20 Uhr rollte der LKW der Familie Runge mit unseren Ponys an Bord vom Turniergelände. Die Mädchen fütterten ihre Pferdchen, und im LKW wartete schon das verspätete Abendessen. Wir haben beschlossen, morgens früh loszufahren, da wir leider zu müde waren, um abends noch diese lange Strecke anzugehen.

Um 6:30 klingelte Sannis Handy, und die Mädchen radelten zum Stall, um zu füttern. Unterwegs kam ihnen der LKW der Familie Linsenhoff entgegen, Richtung Hessen. Tschüß, Goldi … Wir waren begeistert, wie kontrolliert Marie Goldi durch die Prüfungen lenkte. Die Punkte waren schon sehr gut, wobei noch deutlich Luft nach oben ist! Super, Marie, es macht richtig Spaß, mit euch beiden zu arbeiten!

Schön war es, dass auch Sarah mit dabei war. Sarah, wir haben wieder viel über Versace erfahren, und werden weiter im Training daran arbeiten. Nur noch Champie und Valentina fehlten … liebe Valentina, nächstes Mal bist du auch dabei 🙂

Es gibt viele schöne Reitturniere, aber Vidauban gehört seit letztem Jahr definitiv zu den schönsten:

Morgens und Abends ist es sehr kühl, fast um den Gefrierpunkt, aber sobald die Sonne rauskommt, wird es schnell wunderbar warm. Wenn das Wetter so schön ist, gefällt einen ein Turnier natürlich um so mehr. Gutes Wetter macht eben gute Laune! Wir sind froh, so gut aus der Winterpause gestartet zu sein.

Um 9:30 bekamen wir einen Anruf von zu Hause. Deini, Paso und Versace sind gut angekommen, und haben keine erhöhte Temperatur. Das beruhigt uns. Danke an Steffi für die Betreuung unserer Ponys während der langen Fahrt, und an Jan für die schönen Bilder. Danke!!!

Jetzt nur noch selbst mit den Pferdchen heil nach Hause kommen, um uns dann langsam auf das nächste Turnier vorzubereiten.

Unser "Winterschlaf" ist jetzt zu Ende, und nächste Woche geht es für Sönke in der Brabant Halle in ’s Hertogenbosch weiter — WorldCup mit Favourit. Während wir die Heimreise antreten, übt Sönke beim herrlichen Wetter in Erp weiter. Thanks to Robbie, for sending the nice pictures.

Gleichzeitig findet in Balingen, der Sichtungslehrgang zur Sichtung zum Preis der Besten statt; das Turnierjahr kommt definitiv ins Rollen.

Wir haben noch ein paar Kilometer zu fahren….

Bis demnächst,

liebe Grüße an all unsere treuen Fans und Webbesucher,

Gonnelien