Am Abend zuvor hatten Alex und Heini schon die Boxen für Semmies Stuten eingestreut und mit den schönen Vorhängen und den bequemen, mit den Pferdenamen bestickten Stühlen von NoConcept für Gemütlichkeit gesorgt. So konnte das Turnier für uns losgehen.
Kronberg ist jedes Jahr wieder eins der wichtigsten Turniere für uns. Dieses Jahr haben wir es uns nicht leicht gemacht. Semmie wagte mit beiden Pferden (!!!) den Sprung in das U21-Lager.
In Münster hat sie schon gezeigt, dass sie durchaus in der Lage ist, auch in dieser technisch deutlich schwierigeren Altersklasse Fuß zu fassen. In Valencia zeigte sie uns, dass sie auch mit Geisha auf einem sehr guten Weg ist.
Nach mehrere Wochen ( Turnier-)Pause dauert es ein bisschen, seinen Rhythmus wiederzufinden. Da wir das Training wegen ihres Abis (IB) nicht so intensiv und optimal gestalten konnten, wie wir es uns gewünscht hätten, blieb uns nichts anders übrig als ganz ruhig zu bleiben und auf Semmies Erfahrung als Prüfungsreiterin zu hoffen. Dabei war ihr schlechtes Gewissen die ganze Zeit nicht weit weg. „Eigentlich müsste ich jetzt lernen. Am 1. Mai geht es los!“
So entschloss sie sich schon sehr früh, dem schönen Reiterabend am Samstagabend fern zu bleiben. Gelernt hat sie in der Woche vor Kronberg trotzdem wenig. Diese Doppelbelastung macht ihr doch zu schaffen. So schwankte sie immer wieder zwischen IB und dem Turnier.
Mit beiden Stuten drehte sie eine sehr schöne erste Runde. Ganz einig waren die Richter sich noch nicht … sowohl Daisy als auch Geisha hatten mal die Platzziffer eins. Super 🙂
Mit Daisy gelang ihr wieder ein kleines Kunstwerk. 76,1%. Geisha als vorletzte Starterin blieb mit kleinen Fehlern knapp unter der 74%-Marke. Nur Hannah kam knapp an ihr vorbei.
Schon toll, wie die beiden, Hannah und Semmie, vorzeitig den Sprung ins U21-Lager geschafft haben. Sie reiten „einfach“ mit den gleichen Prozentpunkten weiter. Die Jungen Reiter sind dieses Jahr sehr gut aufgestellt! Gute Pferde, gute Reiter, sehr gutes Management! Man kann sich in dieser Altersklasse keinen Fehler leisten 🙂
Genau das passierte am Sonntag leider doch. Mit beiden Pferden schlichen sich teuere Fehler ein.
So blieb Daisy bei 74,3% „stecken“ (was ja immer noch sehr gut ist), und Geisha kam auf 73,8%. Damit belegten sie die Plätze drei und vier.Für unsere Freunde war das Turnier allerdings nicht ganz so angenehm; ziemlich durchgefroren sahen sie aus. Gemeckert wurde aber dennoch nicht. Dafür gab es am Sonntag den leckersten Käsekuchen, höchstpersönlich gebacken von Marga. Da vergaß man mal kurz die Kälte. Abends ging es dann ins Wasserweibchen, nachdem wir uns zwei Tage nur von Hamburgern ernährt hatten 🙂

Müde fielen wir alle ins Bett. Das war’s aber auch schon mit Ausruhen, da heute das Training mit den Pferden fleißig weiter Richtung nächstes Turnier geht!

Bis dann,
Gonnelien