Ein tolles, gut organisiertes internationales Reitturnier direkt vor unserer Haustür – keine Frage, dass wir dabei waren!

Schade nur, das Semmies Sommerferien schon zu Ende waren und sie deswegen nicht schon ab Dienstag mit Geisha in Darmstadt sein konnte. Dennoch ließ sie es sich nicht nehmen, direkt nach der Schule nach Darmstadt zu fahren, um uns behilflich zu sein.

Unser Haus war voll ausgebucht: Oma, Tante, Freunde und Bekannte übernachteten bei uns, um für Johannes, Tetje, Sanni und Sönke dabei zu sein. Schön war’s :-)))

Dabei war es ein großer Vorteil, dass Sanni und Sönke schon im Besitz eines Führerscheins sind, so dass Sven und ich ganz normal unser "Programm" absolvieren konnten, ohne uns irgendwie einschränken zu müssen. Abends wurde wie immer sehr intensiv über das Training und oder die Prüfungen diskutiert. Wie sagte Carl Hester nochmal so schön: "Wenn man keine Kritik verträgt, soll man es lieber lassen, Dressur zu reiten." Es geht nämlich immer noch ein bisschen besser.

Wir fanden es ganz toll, das auch die Bundestrainerin der Senioren, Monica Theodorescu, vor Ort war, um sich den Grand Prix anzuschauen, und während des Trainings noch hilfreiche Tipps für unsere Kinder hatte. Toll! Danke, Monica!

Das Springen tut Sönke sichtlich gut — Favo ist selten so einen tollen Grand Prix gelaufen. Sanni hat Devil jetzt immer schön über der 70% Marke, auch wenn die beiden im Grand Prix noch ein paar Patzer hatten. Sanni, super gemacht! Für den Special übernahm Sönke wieder das Training. Er hat Devil ganz durchschaut, und Sanni setzt es super um. Nach dem Sieg bedankte sie sich auch höflich bei ihrem Bruder. Wie süß 🙂

Tetje und Johannes "kämpfen" mit dem gleichen Problem: Einen 7jährigen in einer S zu reiten, bedeutet vollste Konzentration! Einmal nicht aufgepasst, verliert man die Aufmerksamkeit seines Pferdes, und es folgen Fehler!

Die beiden einzigen 7Jährigen, beide von Opa Gordijn gezüchtet oder als Fohlen gekauft — er hatte eben immer einen sehr guten "Riecher"!

Johannes konnte sich am Sonntag deutlich verbessern und ritt eine sehr harmonische Kür mit Dante. Am Ende wurde es ein schöner zweiter Platz. Herzlichen Glückwunsch!

Tetje hat am ersten Tag mit viel Spannung zu kämpfen. Pimpy war an der kurzen Seite bei C sehr verspannt. Was sie da genau störte, ließ sich nicht so einfach klären. Über die Tage konnte auch sie sich deutlich verbessern. Mit einem dritten und vierten Platz in der Kür kann auch Tetje sehr zufrieden sein. Goed gedaan!

Sönke hatte wohl das Gefühl, mit drei Pferden ist er nicht ausgelastet 🙂

Also brachte er morgens Zgander zum Training mit nach Darmstadt. Die beiden haben noch einen sehr langen Weg sich, da Zgander noch sehr wach am Bein ist, aber … was kann sich dieses Pferd bewegen – und was hat er für einen Charakter. Egal, ob er als Hengst zwischen all den Pferden gearbeitet wird oder ob Bänke und Blumen am Viereck stehen. Ihn stört das überhaupt nicht, er konzentriert sich nur auf dem Reiter. Vielleicht noch ein bisschen zu viel 🙂

Sönke hatte so viel Spaß daran, dass er Jan und Semmie motivieren konnte, ihm am nächsten Tag (Samstag) Ganymedes nach Darmstadt zu bringen. Mit seinen erst 5 Jahren sprang er ganz lässig seine fliegenden Galoppwechsel. Er sah aus wie Geisha … noch ein schwarzer Panther mit demselben Vater!

Weil im Hauptviereck eine Siegerehrung stattfand, hatte Sönke am Anfang schon alle Hände voll zu tun, was er aber nutzte und ein paar sehr gute Piaffe-Tritte angeboten bekam. Wahnsinn, wie toll sich Gany benommen hat! Wir sind begeistert 🙂

Kurz gesagt: Darmstadt hat wieder viel Spaß gemacht. Danke an alle!