Hallo,

wir sind jetzt wieder auf dem Heimweg mit meinen zwei Supermodels (ich erzähle euch später, wie ich darauf kam). Geisha stand in "Goldis" alter Box und Daisy in "Deinis". Natürlich hatten wir beim Einpacken alles so geplant, dass die beiden schwarzen Perlen immer im Partnerlook sind. Mama hat die extra schönen Decken eingepackt mit den Namen drauf. Für jeden hatten wir das Wichtigste dabei. Wir hatten natürlich Daisys "Tunk-Eimer" nicht vergessen, den sie auch wie immer voll ausnutzte – fragt nicht … Daisy hat in der Hinsicht einfach einen kleinen Knall. Aber wenn man sie beobachtet, sieht man auch ihre Strategie beim Tunken. Einmal Heu ins Maul, dann tunken, dann kauen und dann schlucken. Immer und immer wieder, bis der Eimer leer ist. Dann geht das Ganze in der Tränke weiter, was eher unpraktisch ist, hahaha.

Geisha, auf der anderen Seite des Ganges, hat da eher eine andere Methode. Erst Heu ins Maul, dann kauen, dann schlucken, und dann erst trinken. Ja, die beiden sind verrückt, aber unheimlich süß.

Wir hatten ein echtes Mädelswochenende, der einzige, der da ein bisschen rausgestochen ist, war Papa. Er ist es aber mittlerweile auch gewohnt, naja, er hat ja auch gar keine andere Wahl.

Die erste Nacht überstanden, und schon stand der Samstag an. Die beiden Mädels, hoch motiviert, allen zu zeigen, wie viel Talent und Gehfreude sie haben, standen schon wach in der Box und warteten nur noch auf ihren Auftritt. Da Daisy sehr mit ihrem Tunk-Ritual beschäftigt war, beschlossen wir, uns als erstes Geisha zu widmen. 

Dieses Mal war "Die Anlehnung" der Schwerpunkt. Deshalb stand es jedem frei, auf Kandare oder Trense zu trainieren. Wir entschieden uns für die Kandare, da wir zu Hause schon fast immer mit Trense reiten.

Mal wieder von Kopf bis Fuß alles farblich in Braun abgestimmt. Wie es in der Modewelt so heißt, muss man aber auch Akzente setzten, und das war ganz deutlich mein neuer Samshield Helm in Braun mit knall-pinken Streifen. Ich war echt gespannt, wie Herr Meyer-zu Strohen darauf reagieren würde, aber da er mich ja schon etwas länger kennt, war er nicht schockiert oder überrascht, dass ich immer mit etwas Neuem komme. In dieser Hinsicht vielen Dank an Samshield für den kleinen Gag.

Da Geisha schon länger nicht mehr mit war, zeigte sie ganz besonders, was sie alles kann. Der schlummernde schwarze Panther aus der Winterpause war auf jeden Fall wach und tanzte sich vor Übermut und Kampfgeist mal wieder in Herrn Meyer-zu Strohens Herz. Nichtsdestotrotz gibt es noch einiges zu verbessern, und wir haben noch laaaannggeee nicht ausgelernt. Deswegen war es natürlich ganz besonders toll, dass dieser Lehrgang sehr intensiv war, da nur ein paar Leute kamen und wir dadurch extra viel Zeit mit dem Training verbringen konnten. Herr Meyer-zu Strohen konnte sich deshalb ganz viel Zeit lassen, um sich ausführlich auf die einzelnen Pferde und Reiter hinein zu versetzen. Nebenbei gab er (wie immer) sehr hilfreiche Tipps 🙂

Vor lauter positiver Aufregung war Geisha nach dem Training ganz schön geschafft.

Während die Pantherin ihre Energie wieder auflud, war Daisy dran. Es war das erste Mal das ich Daisy Herrn Meyer-zu Strohen im Training präsentieren konnte. Er hatte sie schon live in Münster gesehen und war dort schon sichtlich begeistert von der kleinen Maus. Da er sie noch nicht so gut kennt wie Geisha, entschied er sich, das Training zusammen mit Mama zu gestalten. Als wir in der Trabarbeit verschiedene Tempi ausprobierten, musste Herr Meyer-zu Strohen einfach nur noch lachen. Sobald wir an die Versammlung kamen zeigte Daisy, was sie von Andreas Hausberger gelernt hatte. Ich hörte durch mein Headset nur noch die Stimme vom Bundestrainer sagen: "Das muss Spaß machen, oder?" Überwältigt von meinem Stütchen konnte ich nur noch mit einem riesen Grinsen ganz überzeugt nicken. Am Ende meinte Herr Meyer-zu Strohen noch, dass Daisy so schöne Körperproportionen hätte, aber wenn ich ehrlich bin, sind ihre Ohren schon etwas groß für den Rest ihres Körpers :-)))

Meine Mädels zeigten sich von ihrer allerbesten Seite und demonstrierten mal wieder allen, wozu sie fähig sind. Ich weiß, fast alle, die das hier gerade lesen, würden dieses Gefühl gern im Detail beschrieben bekommen, aber da muss ich euch leider enttäuschen, denn das Gefühl, das die beiden mir geben, ist unbeschreiblich. Worte können dem nicht ansatzweise nah kommen.

Nach dem Training hat Alex die beiden schön versorgt und wieder schick gemacht, denn für Mama, Papa und mich stand ein Seminar über Gebisse von der Firma Sprenger an. Hier sieht man mal wieder, was für Vorteile man hat, im Kader zu sein. Man wird immer weiter gebildet und gefördert und ist gegordert, sich intensiv mit den verschiedenen Themen auseinanderzusetzen. In Warendorf gibt es auch ein Test-Center wo Kadermitglieder sich Gebisse ausleihen dürfen, um zu sehen ob sie passend sind und es sich lohnt, dieses Gebiss zu kaufen. Der Herr von Sprenger hat uns sehr viele interessante Details erklärt und gezeigt, die ich noch nicht wusste. Man hat aber auch gesehen, wie viel Mama liest und sich informiert, denn bei jeder Frage, die er stellte wusste sie die passende Antwort. Da war ich doch sehr stolz, wie sehr meine Eltern sich immer versuchen weiterzubilden und immer voll mit dabei sind. Das nennt man Passion, und davon sind die beiden echt im positiven Sinne "besessen".

Claire hatte sich dazu bereit erklärt, ihren lieben Condio zu holen, um die ganzen zuvor erklärten Fakten am echten Pferd zu sehen. Das war sehr interessant, und besonders süß war, wie Condio ohne Trense ganz frei in der Halle stand und sich alles gefallen ließ.

Als ich dann vom Seminar zurück zum Stall lief, bekam ich Gänsehaut. Meine Stütchen schauten beide aus ihren Fenstern in die strahlende Sonne. So hübsche Pferde habe ich noch nie gesehen. Alex und ich mussten lachen, weil beide so posierten, als ob sie bei einem Fotoshooting wären. Deswegen die Models. Sie standen da und wollten einfach fotografiert werden … Daher die Bilder.

Als nächstes stand Physio an für mich, während Mama und Papa mit einem Taxi zu Monica Theodorescu gebracht wurden, wo Sönke schon mit Cosmo und Gany wartete. Ich möchte mich nochmal sehr bei der Physio-Dame bedanken für die tolle Hilfe.

Anschließend gingen wir lecker essen mit Sönke, Papa, Mama und Alex im O Sole Mio. Schade, dass Robbie und Sanni nicht dabei waren, aber es war toll, dass Sönke in der Nähe war und deswegen mitkommen konnte.

Und schon war der Samstag vorbei.

Kikerikie, der Sonntag stand an … und gleichzeitig auch Valentinstag. Über meine zwei schwarzen Dates konnte ich nicht klagen, viel besser hätte eine Verabredung nicht sein können. Mal wieder im perfekten Outfit von No Concept, Parlanti, Roeckl, Samshield und nicht zu vergessen "Prinzenhaus" mit passenden Strümpfen, waren wir in Lackschwarz abgestimmt. Da es gestern so toll lief, entschieden wir uns, wieder Geisha als erstes zu nehmen. Das Training von gestern wurde ergänzt, und beide Pferdchen setzten es wieder super um. Immer, wenn ich in den Spiegel schaute, dachte ich mir, wie hübsch die beiden waren — vielen Dank an Alex dafür.

Schnell alles eingepackt, tschüss gesagt und ab nach Hause. Ein tolles Wochende liegt hinter uns, aber wir freuen uns auch schon riesig auf zu Hause, wo Sanni wieder ihr leckeres Brot gebacken hat (es ist fast wie in einer Bäckerei, da sie für den Lehrgang schon zwei Brote gebacken hat, dann noch eins für Sönke, und da es jetzt "alle" ist freuen wir uns auf noch mehr frisches von zu Hause) und die Pferdchen wieder schön aufs Paddock können.

Vielen Dank an alle Sponsoren, dass ihr mich so schön ausstattet, und an alle Beteiligten, die mich unterstützen. Und danke an Herrn Träber dafür, das wir immer unsere Stammboxen bekommen.

Liebe Grüße, Semmie