Heute haben wir etwas geändert und Favo deutlich kürzer als sonst abgeritten. Wie haben das so entschieden, da es in der Prüfungshalle in Münster ziemlich warm ist und wir Favo zu Hause ja nur draußen auf 60 Meter trainieren können – er ist es nicht gewohnt, unter solchen Umständen zu gehen. Wir wollten ihn also während des Abreitens nicht unnötig müde machen, damit er noch genügend Kraft für seine Prüfung hat.

Während des Abreitens verlief alles nach Plan. Beide sahen toll aus. Auch als Sanni das Viereck betrat, tanzte Favo förmlich über den Hufschlag. Aber dann … bei den Trabtraversalen verlor Sanni die Kontrolle über Favo und bekam ihn nicht mehr „vor sich“. Sanni hat dennoch nicht aufgehört, ganz fein zu reiten, nur …Grand Prix reiten ist kein Kindersport! Man muss schnell Entscheidungen treffen und auch mal sein Pferd zurückpfeifen, wenn es nicht mehr auf dich hört. Natürlich ist das leichter gesagt als getan.

Man wünschte sich von Sanni, das sie ihn vielleicht ausnahmsweise mal mit einer deutlicheren Hilfe auf sich aufmerksam macht, nur … haben wir das Sanni nicht anders beigebracht? Hat sie nicht deshalb bis jetzt so viel Erfolg gehabt, weil sie immer so harmonisch geritten ist und wir nie sagen mussten, das sie zu viel macht oder zu grob ist? Das ist sicherlich eine ganz tolle Eigenschaft!

Aber jetzt muss sie "erwachsen" werden und im Viereck von Favo Gehorsam fordern. Nach Stuttgart hatten wir gehofft, das in Münster zu erreichen. Leider ist Sanni noch nicht so weit, deshalb planen wir jetzt mehrere Turniere, damit sie sich auf kleineren Turnieren vielleicht eher traut, das umzusetzen, und keine Angst hat versagen. Schließlich sind immer viele Blicke auf sie gerichtet, und sie möchte immer ein schönes Bild abliefern.

Jetzt wird Münster abgehakt und weiter geübt.

Bitte drückt morgen Semmie und Goldi die Daumen!!!

Die Rothenbergers