Samstag waren unsere ganzen Organisationsfähigkeiten gefordert.

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Training in Wiesbaden mit Geisha – Sönke trainierte vor der Uni um 7 Uhr nochmal mit Jonny – Training mit Sanneke und ihren Pferden – Favo nach Wiesbaden bringen, Vet Check um 12:30 Uhr, danach reiten … und das Wichtigste zum Schluss: Semmies Graduation.
Pfff … 🙂
Um 5 Uhr klingelte der Wecker … umziehen und ab nach Wiesbaden, wo Tina Geisha schon für’s Training fertig gemacht hatte. Wir beschlossen, mit Geisha nur ein bisschen zu chillen … das hatte sie nach den gestrigen Tag mehr als verdient! Sie genoss es sichtlich.
Zurück zu Hause, saß Sönke schon auf Cosmo. Das Training ging Schlag auf Schlag, unterdessen war Semmie schon beim Frühstück in der Schule, bevor es zu den Proben in der Oberurseler Stadthalle ging, wo Sanni sie dann zwischen Training und Friseur abholte.
Sönke schaffte es leider nicht, mittags bei der Graduationsfeier in der Stadthalle dabei zu sein.
Um 17 Uhr waren wir wieder zu Hause, schnell die Hunde rauslassen und füttern, umziehen und ab zum Palmengarten, wo eine schöne Feier mit Dinner stattfand. Sönke schaffte es gerade eben noch, ins Auto zu springen … alle vereint 🙂 Wir hatten einen sehr schönen Abend, beschlossen aber dennoch, nicht zu lange zu bleiben, da morgens um 6:30 Geisha auf uns warten würde.
Da es am Samstag Nachmittag so schlimm geregnet hatte, mussten die Prüfungen teilweise auf den Sonntag verschoben werden – wieder einmal stand in Wiesbaden das Viereck unter Wasser. Am liebsten hätten die Bodenspezialisten alles geschlossen, um die empfindlichen Plätze zu schonen. Das geht natürlich nicht, irgendwie muss man ja trainieren.
Geisha war sehr wach, und Semmie hatte ihre Schwierigkeiten, sie in Ruhe um das Viereck zu reiten. Schwierig, wenn ein Pferd so wach ist und man nur Schritt reiten darf und sie nicht mal traben oder galoppieren lassen kann. Natürlich sind die Bedingungen im Schlosspark für das Boden-Team besonders schwierig, die Auflagen streng – andererseits stellt sich das Problem mit den durchnässten Böden jedes Jahr, und (nicht nur) wir würden uns wünschen, dass es der Veranstalter für die kommenden Turniere zu seiner Priorität macht, dieses Problem zu lösen. Schließlich stand hier eine wichtige Prüfung an – eine Qualifikation für die Europameisterschaften! Und es ist doch schade für diese tolle Kulisse, wenn immer mehr Top-Reiter lieber zu Hause bleiben (siehe die kleinen Starterfelder im Grand Prix).A0383828
Nach dem Training mit Geisha stand gleich die nächste Aufgabe für uns an: Favo stand schon eingeflochten und gesattelt im Stall und schaute uns mit gespitzten Öhrchen an. Wie süß er aussah, und so motiviert und gut gelaunt! Super!
Sönke ritt eine sehr schöne Prüfung mit viel Risiko, die mit dem Sieg belohnt wurde! Wow!
Ab ins Auto und nach Hause, wo Toni (St. Anton), Foreign Affair und Cosmo schon für das Training bereit standen. Das Training lief hervorragend.
Schnell duschen, umziehen, und … jawohl, wieder ins Auto Richtung Wiesbaden, wo Sönke nachmittags eine Autogrammstunde hatte und Semmie zusammen mit Geisha abends ihren letzten Einsatz hatte.
In Wiesbaden angekommen, schauten wir uns noch die Ponyprüfung an, bevor wir zum LKW spazierten, Semmie sich umzog, die Haare zum Dutt flocht, Stiefel und Frack anzog, sodass es losgehen konnte.
Es waren viele Zuschauer zum Pfingstturnier gekommen, das Wetter war hervorragend, und wir freuten uns auf die Prüfung. Mittlerweile war auch Alex wieder gut in Frankfurt gelandet und kam direkt zum Stall um uns behilflich zu sein. Thanks, Alex!
Da Semmie sich nur auf Geisha konzertieren musste, hatte sie doch merklich weniger Stress. Ihre ganze Energie widmete sie Geisha, der es richtig gut tat, Semmie nur für sich zu haben. Sie ist in eine Spitzenform — hochmotiviert, gut gelaunt und zur Zeit sehr aufmerksam.
In der Prüfung war sie nicht ganz so gelassen wie in der Mannschaftswertung, dennoch zeigte sie ihr Potential. Bis auf Kleinigkeiten, war es eine sehr schöne, harmonische Runde, was das Publikum auch so empfand und die beiden beim „Spectator Scoring“ auf den ersten Platz setzte. Danke!
Auch damit, dass die Richter die beiden auf dem zweiten Platz hatten, konnten wir sehr gut leben 🙂
Obwohl noch eine Sichtung zu gehen ist, können wir, glauben wir, schon mal ein bisschen durchatmen. Das tut gut!
Viel trainieren werden wir nicht mehr für Hagen, da wir uns auf die nächste ganz wichtige Aufgabe konzentrieren müssen: Die Deutschen Meisterschaften der Senioren mit Cosmo! Am Mittwoch fahren wir schon wieder los.
Wir nahmen Geisha direkt nach der Siegerehrung mit nach Hause, da schon in nur neun Tagen ihre letzte Sichtung in Hagen bei den Future Champions beginnt. So wurde die Stallgasse allmählich leerer; nur die Grand Prix Pferde standen noch rings um Favo herum.
Am Pfingstmontag ging der Wecker wieder wie immer um 5:45 Uhr. Sven lief gleich zum Stall, um mit Cosmo seinen täglichen Spaziergang am Waldrand zu machen. Darauf freut sich Cosmo jedes Mal.
Ich kümmerte mich um unsere Hunde, da sie sehr zurückstecken müssen, während wir so viel unterwegs sind. Mit der „Pommesbude“ (unserem kleinen Laster) fuhren wir voll beladen nach Wiesbaden. Alex war wieder dabei und räumte alles in den LKW, damit sie zu Hause für Balve schon die Wäsche waschen konnte. Tina war noch geblieben, und so verlief alles reibungslos!
Liebe Tina, wir haben es schon mehrmals betont, aber Du glaubst nicht, was es für uns bedeutet hat, das du uns bis zum Schluss geholfen hast. Mit Deinem Pferdeverstand und Deinem Gefühl für die Pferde, so dass du sofort gesehen hast, dass Daisy nicht ganz fit ist! Wie Du die Kinder motivierst auf Deine ruhige, intelligente Art! Es macht einfach Spaß, mit Hilfe Deiner Fähigkeiten gemeinsam unsere Ziele zu erreichen. Vielen lieben Dank dafür!
Der Special … die allerletzte Prüfung des Pfingstturniers 2017. Für Sönke eine gute Übung für nächste Woche. Auch wenn er vielleicht lieber abends vor dem wunderschönen Schloss die Kür geritten wäre und er glaubte, dass der Special nicht unbedingt Favos Prüfung wäre, fand ich es super. Sönke stellte Favo beeindruckend gut vor!  Sönke hat es geschafft, diesem Pferd, das bekannt war für seine mangelnde Motivation in der Prüfung, mit 18 Jahren das Gefühl zu geben, dass es auch in der Prüfung Spaß macht. Sönke … Hut ab!!!
Ob es doch Favos Prüfung ist? Seine Punktzahl war jedenfalls höher als im Grand Prix, und alle Richter sahen die beiden vorne.
Zum Geburtstag beschlossen wir, als Familie spontan bei unserem Lieblingsitaliener einen Tisch zu reservieren.

Wir freuen uns auf nächstes Jahr vor dem Schloss!
Bis bald,
Gonnelien